Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter

Ruth Fühner

Eine nackte Frau mit blonder Bienenkorbfrisur schreitet eine Treppe herab. Frontalansicht, leicht unscharf. Die Farben: wie auf einem der ersten Farbfotos, ausgeblichen, die Treppe grünlich. Ema, 1966. 2 Meter mal einsdreißig. 

Graue Rechtecke. Monochrom. Die Farbe mal mit grobem Pinsel gleichmäßig waagrecht aufgetragen, mal wie wenn Wasser abtropft von einer glatten Oberfläche, dann wieder in einem Schwung nach rechts oben oder wie gelocktes Haar oder wie dicke Striche mit schmalen scharfen Kanten geknickt, gebrochen, übereinandergesetzt. Grau, 1967. 5 Bilder, je zirka 35 mal 30 Zentimeter 

Am linken Rand leuchtendes Blau, schlammgrau überwischt, dagegengesetzt eine scharfe Kante Grün, von unten schwefelgelber Lichtschein, von oben Rot hineingezackt, rechts in der Ecke eine graue Röhre, ein Pinselstrich aus schwarz und weiß, der sich fortsetzt in eine Andeutung von Gestänge… Wie viele Bilder sind in diesem Bild? Eins überlagert das andere, ein Raum nach dem andern tut sich auf, bis in eine Tiefe, die unergründlich ist. Abstraktes Bild, 1984. 2 Meter mal 180. 

Gerhard Richter ist nicht zu fassen. Sagt man. Ein Chamäleon, heißt es. Einer, der die Stillosigkeit zum Prinzip erhoben hat. Der nur kokett ist, wenn er sagt, eigentlich sei es doch immer die gleiche Technik – nämlich immer Öl auf Leinwand.

Eigentlich ist so etwas Gift für den Kunstmarkt. Der will den Künstler als Label, als berechenbare Größe. Richter wollte das nie: ein Marktkünstler werden. Trotzdem ist er es geworden – und seine „Stillosigkeit“ zum teuer bezahlten Markenzeichen. Er ist der deutsche Superstar, auch international. Seit Jahrzehnten landet er in den Rankings der teuersten Künstler*innen weltweit mindestens unter den ersten fünf. 

Zwei Vorschläge, Gerhard Richter zu verstehen.
Erstens. Am Anfang ist die DDR 

Geboren wird Gerhard Richter 1932 in Dresden als Sohn eines Lehrers und einer Buchhändlerin. Die Schule verlässt er mit 16, zieht mit Laienspielzirkeln über die Dörfer, tritt der FDJ bei, arbeitet als Bühnenmaler. An der Dresdner Kunstakademie wird er erst zugelassen, nachdem er sich durch Malen von Spruchbändern und Emblemen für einen Volkseigenen Betrieb bewährt hat. Seine Diplomarbeit: ein monumentales Wandbild für das Dresdner Hygiene-Museum. 
Gerhard Richter ist auf dem besten Weg, ein Vorzeigemaler des Sozialistischen Realismus zu werden. Und das aus Überzeugung. 
Mit dieser Haltung besucht er 1959 die zweite Documenta in Kassel. In Erinnerung bleiben ihm vor allem mit Farbe betropfte oder zerschnittene Leinwände. Gegen seine Erwartung ist er schockiert von Pollock und Fontana, von der „Frechheit“, mit der sie ihre Formate misshandeln. 
Diese Begegnung mit dem radikal subjektiven Gestus der modernen Westkunst, der äußersten Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, hinterlässt ihre Spuren. 
1961, kurz vor dem Mauerbau, entscheidet sich Richter gegen den verordneten künstlerischen Optimismus, den reglementierten Realismus des sozialistischen Deutschland. Im Westen studiert er ein zweites Mal – an der Düsseldorfer Akademie, einer Hochburg des deutschen Informel, einer Malerei, die spontan und unmittelbar ist. 

So gut wie alle Werke aus der Zeit vorher hat Richter vernichtet. Trotzdem nimmt er etwas mit aus der DDR: eine tiefe Abneigung gegen Ideologien und politische Botschaften. 

Aber ja: Es ist immer Öl auf Leinwand!

Immer wieder hat Richter das behauptet: dass es ihm nur um Malerei gehe, dass die Motive keine Rolle spielten. Selbst da, wo die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit mit Händen zu greifen war, wenn er Fotos aus dem Familienalbum abmalte, von Tante Marianne, die dem Euthanasieprogramm der Nazis zum Opfer fiel, oder von Onkel Rudi im Wehrmachtsmantel. Spät gesteht er ein, dass das eine Schutzbehauptung war. Dass die Motive ihm sehr wohl etwas bedeuteten. Aber dass es damals einfacher war – und schicker klang – das Gegenteil zu behaupten.
Richters erste romantische Landschaftsbilder entstehen ausgerechnet im politisch bewegten Jahr 1968. Das ist kein Zufall. Richter entzieht sich der Zumutung, politische Kunst machen zu müssen. So lassen sich auch die Serien monochrom grauer Gemälde verstehen, die bis in die Mitte der Siebziger Jahre entstehen: als Verweigerung. 
Aus dieser Phase der Skepsis, vielleicht sogar der Depression taucht Richter langsam auf mit unerwartet bunten abstrakten Bildern, auf denen die Farbe zu explodieren scheint. Ein Befreiungsschlag, der aber auch mit Selbstzweifeln verbunden ist: ist es wirklich an der Zeit, so zu malen, so kompliziert, mit so viel Farbe? 

Dann kommt, 1988, elf Jahre nach dem Deutschen Herbst, der RAF-Zyklus. 15 Bilder über die Toten von Stammheim, Szenen von der Beerdigung, der Plattenspieler aus Baaders Zelle. Jetzt kann keiner mehr glauben, Richter habe nichts zu sagen. Auf einmal wird, auch im Rückblick auf das vorangehende Werk, wieder ein ganz anderer Richter sichtbar: der Historienmaler.

Um den RAF-Zyklus entbrennt ein politischer Streit. Verharmlosung und Geschichtsfälschung wirft man Richter vor. Dass überhaupt über den Deutschen Herbst nachgedacht wird, rührt schon an ein Tabu. Erst recht, wie Richter das tut: indem er die Vorstellung untergräbt, es gebe eine objektive Realität, auf die die herrschende Politik sich stützen könnte. Nicht zufällig sind die Bilder, abgemalt von Schwarz-Weiß-Fotos, so unscharf – da hilft kein noch so genaues Hinschauen. Die Unschärfe, so Richter, zeigt, dass wir nichts wissen – so groß die Hoffnung ist, das schmerzhafte Thema begreifbarer zu machen oder erträglicher. 

Erstmals zeigt sich Gerhard Richter auch öffentlich als verletzbar. Es verletzt ihn, dass es heißt, er sei ein virtuoser, zynischer Könner, der gar nicht das Recht habe, so ein Thema anzupacken. Als hätte er kein Recht zu leiden.

Geboren wird Gerhard Richter 1932 in Dresden als Sohn eines Lehrers und einer Buchhändlerin. Die Schule verlässt er mit 16, zieht mit Laienspielzirkeln über die Dörfer, tritt der FDJ bei, arbeitet als Bühnenmaler. An der Dresdner Kunstakademie wird er erst zugelassen, nachdem er sich durch Malen von Spruchbändern und Emblemen für einen Volkseigenen Betrieb bewährt hat. Seine Diplomarbeit: ein monumentales Wandbild für das Dresdner Hygiene-Museum. 

Gerhard Richter ist auf dem besten Weg, ein Vorzeigemaler des Sozialistischen Realismus zu werden. Und das aus Überzeugung. 

Mit dieser Haltung besucht er 1959 die zweite Documenta in Kassel. In Erinnerung bleiben ihm vor allem mit Farbe betropfte oder zerschnittene Leinwände. Gegen seine Erwartung ist er schockiert von Pollock und Fontana, von der „Frechheit“, mit der sie ihre Formate misshandeln. 

Diese Begegnung mit dem radikal subjektiven Gestus der modernen Westkunst, der äußersten Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, hinterlässt ihre Spuren. 

1961, kurz vor dem Mauerbau, entscheidet sich Richter gegen den verordneten künstlerischen Optimismus, den reglementierten Realismus des sozialistischen Deutschland. Im Westen studiert er ein zweites Mal – an der Düsseldorfer Akademie, einer Hochburg des deutschen Informel, einer Malerei, die spontan und unmittelbar ist. 

So gut wie alle Werke aus der Zeit vorher hat Richter vernichtet. Trotzdem nimmt er etwas mit aus der DDR: eine tiefe Abneigung gegen Ideologien und politische Botschaften. 

Aber ja: Es ist immer Öl auf Leinwand!

Immer wieder hat Richter das behauptet: dass es ihm nur um Malerei gehe, dass die Motive keine Rolle spielten. Selbst da, wo die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit mit Händen zu greifen war, wenn er Fotos aus dem Familienalbum abmalte, von Tante Marianne, die dem Euthanasieprogramm der Nazis zum Opfer fiel, oder von Onkel Rudi im Wehrmachtsmantel. Spät gesteht er ein, dass das eine Schutzbehauptung war. Dass die Motive ihm sehr wohl etwas bedeuteten. Aber dass es damals einfacher war – und schicker klang – das Gegenteil zu behaupten.

Richters erste romantische Landschaftsbilder entstehen ausgerechnet im politisch bewegten Jahr 1968. Das ist kein Zufall. Richter entzieht sich der Zumutung, politische Kunst machen zu müssen. So lassen sich auch die Serien monochrom grauer Gemälde verstehen, die bis in die Mitte der Siebziger Jahre entstehen: als Verweigerung. Aus dieser Phase der Skepsis, vielleicht sogar der Depression taucht Richter langsam auf mit unerwartet bunten abstrakten Bildern, auf denen die Farbe zu explodieren scheint. Ein Befreiungsschlag, der aber auch mit Selbstzweifeln verbunden ist: ist es wirklich an der Zeit, so zu malen, so kompliziert, mit so viel Farbe? 

Dann kommt, 1988, elf Jahre nach dem Deutschen Herbst, der RAF-Zyklus. 15 Bilder über die Toten von Stammheim, Szenen von der Beerdigung, der Plattenspieler aus Baaders Zelle. Jetzt kann keiner mehr glauben, Richter habe nichts zu sagen. Auf einmal wird, auch im Rückblick auf das vorangehende Werk, wieder ein ganz anderer Richter sichtbar: der Historienmaler.

Um den RAF-Zyklus entbrennt ein politischer Streit. Verharmlosung und Geschichtsfälschung wirft man Richter vor. Dass überhaupt über den Deutschen Herbst nachgedacht wird, rührt schon an ein Tabu. Erst recht, wie Richter das tut: indem er die Vorstellung untergräbt, es gebe eine objektive Realität, auf die die herrschende Politik sich stützen könnte. Nicht zufällig sind die Bilder, abgemalt von Schwarz-Weiß-Fotos, so unscharf – da hilft kein noch so genaues Hinschauen. Die Unschärfe, so Richter, zeigt, dass wir nichts wissen – so groß die Hoffnung ist, das schmerzhafte Thema begreifbarer zu machen oder erträglicher. 

Erstmals zeigt sich Gerhard Richter auch öffentlich als verletzbar. Es verletzt ihn, dass es heißt, er sei ein virtuoser, zynischer Könner, der gar nicht das Recht habe, so ein Thema anzupacken. Als hätte er kein Recht zu leiden.

Zwei Vorschläge, Gerhard Richter zu verstehen.
Zweitens. Der Triumph der Fotografie und die Krise der Malerei

Gerhard Richter also ist einer der wichtigsten deutschen Maler der Gegenwart – obwohl er die Malerei immer wieder radikal in Frage gestellt hat. Oder ist er so wichtig, gerade weil er das getan hat? 
Zur Klärung hilft ein Blick auf das, was man die Krise der Malerei genannt hat. Die beginnt mit dem Siegeszug der Fotografie. Was die objektive Abbildung der Wirklichkeit, die äußerliche Wahrheit angeht, ist das Foto unschlagbar. Was bleibt da noch übrig für die Malerei? Eine Frage, die die Künstler seit der Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigt. 

Auch Gerhard Richter lässt sie nicht los. Die Antwort sucht er in der Konfrontation. Er weicht der Fotografie nicht aus, er befragt sie. Er übermalt sie, versucht sie zu überbieten, spielt mit ihr. Erst mit Zufallsfunden aus Familienalben oder Zeitungen, später malt er auch nach eigenen Fotografien. Dabei passiert natürlich etwas mit den Vorlagen: banal wie sie als Alltagsbilder sein mögen, bekommen sie, in Malerei verwandelt, auf einmal eine eigene Würde. Aber das ist nicht das einzige, was Richter an der Fotografie reizt. Das Foto hat die Fähigkeit, Wirklichkeit einzufangen, wie sie ist. Wenn er hingegen nach der Vorstellung malt, sagt Richter, beginnt er unwillkürlich, das Sichtbare einem gestalterischen Ideal zu unterwerfen. Dann ist es nicht mehr das, was da war. Wie aber kann er einfach nur das zeigen, was da ist? 


Im Spiegel. Oder im Glas, das aussieht wie ein Fenster und einen direkten Blick auf das Dahinter ermöglicht. Eine Radikallösung, die Richter auch mehrfach ausprobiert. Aber unbefriedigend für einen, der eigentlich Maler ist, also: mit Öl und Leinwand arbeiten will. 


Also untersucht Richter das Verhältnis zwischen Fotografie und Malerei immer wieder neu. Wie lässt sich der Augenblick, der ungeschönte Ausschnitt aus der Wirklichkeit, in die Malerei übertragen, wenn man nicht auf das Foto zurückgreift?


Indem man den Akt der Malerei so offen hält wie möglich. Das ist es, was Richter mit seinen „abstrakten“ Bildern unternimmt. Die entstehen in verschiedenen Schichten, zeitlich voneinander getrennt, zwischendurch stehen sie da und trocknen – und werden in möglicherweise ganz anderer Stimmung ergänzt oder zerstört. Dadurch entsteht eine ganz besondere Räumlichkeit, in der die Zeit aufgehoben ist.


Von hier aus lässt sich Richters Behauptung verstehen, in all seinen Bilder, so unterschiedlich sie aussehen, gehe es immer um dasselbe: alle halten sie Distanz zu einer Malerei, die die Welt heiler und geordneter darstellt, als sie ist. Und das ist letztlich eine philosophische Aussage über unsere Gegenwart, die Richter als desorientiert und konfus empfindet. 

Gerhard Richter, Dom Köln Fenster
Kölner Dom,Domkloster 4; Lichtspiel des Kirchenfensters von Gerhard Richter im Inneren des Domes, Foto von: Geolina 163, CC BY-SA 3.0

Und am Ende ist Gerhard Richter, der in seinem achten Lebensjahrzehnt begonnen hat, Fenster für den Kölner Dom zu gestalten, doch wieder zurückgekehrt in die Zeit, als das Malen noch geholfen hat. 

Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter – Ruth Fühner

Foto im Teaser: Spiegelung des Richter-Fensters im Inneren des Kölner Doms, Foto von: Geolina163, CC BY-SA 3.0.     

Diesen Beitrag teilen:
Newsletter

Wenn ihr keinen Beitrag verpassen und über neue Artikel informiert werden möchtet, abonniert meinen Newsletter.

"Was kann Kunst" ist auch auf:

Was kann Kunst: Über die politische Macht von Kunst und den russischen Pavillon, um den die Welt streitet

britta kadolsky am 30.3.2026

Ein Pavillon bleibt leer oder Kunst als Kulisse des Krieges Es gibt Bilder, die sich einprägen. Eines davon ist der schilfgrüne russische Pavillon im Stil des späten Zarenreichs in den Giardini der... Weiterlesen

Thomas Bayrle erfindet das Große im Kleinen 

britta kadolsky am 9.3.2026

Individuum und Masse: Das war von Anfang an Thomas Bayrles Thema, und es zieht sich über sechs Jahrzehnte bis heute durch.  Die Glücksklee-Dose als Spiegel des Konsums In den Gartenhallen... Weiterlesen

Xenia Hausner: Schafft eine Bühne für selbstbestimmte Frauen

am 16.2.2026

Ich bin von Xenia Hausners Malerei schon lange begeistert. Nun habe ich sie in Wien getroffen.  Seit Jahren ziehen mich ihre farbintensiven, großformatigen Gemälde (meist) von Frauen an. Sie schauen... Weiterlesen

Ikonen der Kunstgeschichte

Saskia Wolf am 21.1.2026

Ein Gastbeitrag von Saskia Wolf: Heute sprechen wir über die Blockbuster der Kunstgeschichte. Kunstwerke, die zu Ikonen geworden sind. Wir kennen sie alle: Die Mona Lisa von da Vinci, den David von Michelangelo oder... Weiterlesen

Papier in der Kunst: Papier inspiriert Kunst über Jahrhunderte

britta kadolsky am 22.12.2025

Was Papier alles kann: Zeichnung, Skulptur, Installation von den Alten Meistern bis zu den Zeitgenossen Albertina – Faszination Papier Viele verbinden Papier in der Kunst noch immer vor allem mit... Weiterlesen

Warum belebt Ophelia Kunst und Popkultur?  

britta kadolsky am 17.11.2025

Ophelia ist wieder da: Taylor-Swift-Fans reisen nach Wiesbaden, um ein Gemälde zu sehen, das plötzlich zum Pilgerort geworden ist: Friedrich Heysers Ophelia.  Das Gemälde, das die amerikanischen Popsängerin zu ihrem... Weiterlesen

Fünf Graphic Novels, die Kunst neu erzählen

britta kadolsky am 3.11.2025

Graphic Novels verwandeln Kunst in Geschichten Graphic Novels über Kunst sind ein junges, aber wachsendes Genre. Sie verbinden Erzählung, Zeichnung und Kunstvermittlung – ohne den belehrenden Ton klassischer Kunstgeschichte. Statt... Weiterlesen

5 berühmte Künstlerpaare der Kunstgeschichte - Zwischen Passion und Untreue

Saskia Wolf am 18.10.2025

Ein Gastbeitrag von Saskia Wolf: Heute stelle ich dir fünf bekannte Künstlerpaare vor. Die Auswahl ist nicht einfach, denn es gibt so viele kreative Geister, die sich gefunden haben. Um ein paar... Weiterlesen

Max Liebermann – Maler des Lichts und des Lebens

britta kadolsky am 26.9.2025

Max Liebermanns berühmtester Satz: „Ick kann jar nich so ville fressen, wie ick kotzen möchte“ ist von 1933. Er soll ihn damals auf dem Balkon seines Hauses am Pariser Platz... Weiterlesen

Chaos, Körper, Farben: Die Kunst von Pipilotti Rist

britta kadolsky am 27.8.2025

Von blauen Spaghetti und zärtlichem Ekel – Pipilotti Rists radikale Bilder Ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich wegdrehen soll. In ihrer Videoarbeit Pepperminta (2009) zoomt Pipilotti Rist gnadenlos nah an... Weiterlesen

CIA, Kunst und Kalter Krieg: Die documenta II 1959

britta kadolsky am 17.7.2025

Kunst als Waffe: Wie die CIA den Abstrakten Expressionismus im Kalten Krieg nutzte Was haben Jackson Pollock und die CIA gemeinsam? Propaganda für die Demokratie! Jahrzehntelang war es nur ein... Weiterlesen

Kunst beim Spazierengehen: 10 Skulpturen in Frankfurt 

britta kadolsky am 2.7.2025

Kunst für alle, Skulpturen mitten in Frankfurt Die Sonne scheint, der Sommer ist da: Eine gute Gelegenheit, um Kunst draußen, im öffentlichen Raum in Frankfurt zu erkunden. Zwischen der dominanten... Weiterlesen

David Hockney  - Zwischen Licht und Linie

britta kadolsky am 25.5.2025

Türkis, Sonne, Swimmingpool – David Hockneys kalifornischer Traum Es beginnt mit einem Platschen. Ein Moment eingefrorener Bewegung: eine spritzende Fontäne, eingefasst in Türkis und Azur. David Hockneys Poolbilder sind nicht nur Gemälde –... Weiterlesen

Im Innern des Papiers – Skulpturen von Angela Glajcar

britta kadolsky am 7.5.2025

Ein Tag mit Angela Glajcar Mit einem leichten Ruck schiebt Angela Glajcar die nächste Bahn Papier über den Tisch. Einen Meter fünfzig lang, dick wie Karton, doch in ihren Händen... Weiterlesen

April, April: Die Kunst des Täuschens 

britta kadolsky am 13.4.2025

Trompe-l’œil, Illusion, Op-Art & Virtual Reality – Wie Kunst unsere Sinne täuscht Täuschung fasziniert, weil sie unsere Wahrnehmung auf die Probe stellt. Ob als geschickter Streich oder meisterhafte Illusion –... Weiterlesen

Andreas Mühe – Im Banne des Zorns

britta kadolsky am 16.3.2025

Vom Zorn zur Gewalt: Mühe zeigt die Gesichter des Terrors Kommen manche Menschen bereits kriminell auf die Welt? Eine provokante Frage. Andreas Mühe stellt sie. Und beantwortet sie auch.  Sechs große... Weiterlesen

Martin Kippenberger - Ein Künstler, der Wettsaufen und Punkmusik liebte

britta kadolsky am 18.2.2025

Dies ist die Geschichte eines tragischen und viel zu kurzen Künstlerlebens: Martin Kippenberger trank, feierte und provozierte, als gäbe es kein Morgen. Der deutsche Maler, Bildhauer, Musiker einer Punkband und Selbstdarsteller... Weiterlesen

Die Zahl 100 in der Kunst: Symbolik und Bedeutung

britta kadolsky am 23.1.2025

Anlässlich meines 100. Artikels  Die Zahl 100 ist mehr als eine Ziffer – sie symbolisiert Ganzheit, Vollständigkeit und manchmal sogar Unendlichkeit:  Auch in der Kunst hat die 100 eine besondere... Weiterlesen

Frauenpower: Künstlerinnen und Erfinderinnen

Saskia Wolf am 16.12.2024

Frauen haben über alle Jahrhunderte hinweg mit ihren Erfindungen die Welt verändert oder als Malerinnen Karriere gemacht. Bis ins 19. Jahrhundert war es jedoch den Frauen in Europa verboten eine... Weiterlesen

Hans Haacke: Politische Kunst mit Tiefgang

britta kadolsky am 2.12.2024

Hans Haacke: Eine Legende politischer Konzept-Kunst in der Schirn Kunsthalle Frankfurt Frustriert verließ ich diese großartige Ausstellung. Ein Widerspruch? Keineswegs! Ich war schlicht zu naiv: Kunst begeistert mich immer, egal,... Weiterlesen

Kunst unter Bäumen – der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt 

Ruth Fühner am 10.11.2024

Eine Skulpturensammlung mitten im Wald – das ist der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt, den die Kuratorin Ute Ritschel vor 22 Jahren ins Leben gerufen hat. Alle zwei Jahre lädt sie... Weiterlesen

Blut, Fleisch, Kot: Ungewöhnliche Materialien in der Kunst:

britta kadolsky am 28.10.2024

Blut in der Kunst: Vom Symbol zum Werkstoff  Eine Skulptur aus Blut: Alle fünf Jahre fertigte der britische Künstler Marc Quinn eine Büste von sich an – aus seinem eigenen Blut. Bei seiner... Weiterlesen

Kunst und Kamera: Die vergessene Geschichte der Fotografinnen

britta kadolsky am 1.10.2024

Weibliche Fotografie-Pioniere Das ikonische Schwarzweiß-Foto erzählt nicht etwa die Geschichte einer Frau, die sich in der Badewanne wäscht. Erst auf den zweiten Blick erkennt man am Rand ein Bild von... Weiterlesen

Der Die dADa – Unordnung der Geschlechter

britta kadolsky am 5.9.2024

Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen Die mit pompöser Federboa auf dem Kopf und schmuckvoll drapiertem Kleid kostümierte Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven blickt uns am Eingang der Ausstellung mit extravaganter Pose... Weiterlesen

Der Skandal um den Kunstfälscher Beltracchi

britta kadolsky am 8.8.2024

Beltracchi und der gefälschte Campendonk Seit Langem hege ich den Plan, einen Artikel über Kunstfälscher zu schreiben. Nun bietet mir der wohl größte Kunstfälscherskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte um Wolfgang Beltracchi... Weiterlesen

Maurizio Cattelan: Italiens Skandalkünstler 

Britta Kadolsky am 15.7.2024

Wie Maurizio Cattelan die Kunstwelt schockiert Ob es eine goldene Toilette oder ein niedergestreckter Papst ist – Maurizio Cattelan versteht es wie kein anderer, mit seinen drastischen Installationen die Grenzen... Weiterlesen

Zeitgenössische Selbstporträts und ihre verschleierten Botschaften

britta kadolsky am 29.6.2024

Facetten des Selbst: Ein Blick auf fünf einzigartige Selbstporträts in der zeitgenössischen Kunst  Selbstporträts haben eine lange Tradition in der Kunstgeschichte. Künstler wie Rembrandt, Van Gogh und Frida Kahlo schufen... Weiterlesen

Warum die Menschheit ins All muss: Antworten aus dem deutschen Pavillon

britta kadolsky am 16.6.2024

Der deutsche Pavillon in Venedig auf der 60. Biennale  Der deutsche Pavillon auf der Venedig-Biennale beeindruckt durch seine monumentale Architektur, die aus der Zeit der Nationalsozialisten stammt. Künstler:innen, die die... Weiterlesen

Die Top 10 der Biennale in Venedig 2024 (2)

Britta Kadolsky am 31.5.2024

Meine persönlichen Favoriten auf der 60. Biennale für zeitgenössische Kunst – Teil 2: Die Länderpavillons Die Länderpavillons auf der Biennale in Venedig und die ewige Diskussion darum, ob sie in der heutigen Zeit... Weiterlesen

Die Top 10 der Biennale in Venedig 2024

britta kadolsky am 23.5.2024

Meine persönlichen Favoriten der 60. Biennale für zeitgenössische Kunst – Teil 1: Die Hauptausstellung Ich liebe es, die Kunstbiennale in Venedig zu besuchen. 129 Jahre gibt es die Riesenshow nun schon. ... Weiterlesen