Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers

Ruth Fühner

Viele Frankfurter Kunst-Schätze strahlen im Verborgenen. Es sind die Sammlungen der Banken. Angelegt weniger in der Hoffnung auf bleibende als auf wachsende Werte, sollen sie das Image des seelenlos angehäuften Kapitals mit dem sanften Glanz des Feingeistigen überziehen. Einige von ihnen sind regelmäßig, aber nur nach Voranmeldung zu besichtigen. Andere hingegen sind auch für Laufkundschaft zugänglich – und so lohnen einige der Frankfurter Bankfoyers durchaus einen Umweg.

Julian Schnabel im Opernturm

Im Opernturm der UBS sticht hinter dem Empfangstresen ein riesiges geflicktes Segeltuch von Julian Schnabel in See. Darauf kreuzen sich zwei längliche Formen, auf der einen, rosafarbenen steht „Ahab“, die andere, weiße, müsste demnach Moby Dick sein – ein Traum von maritimer Weite, ein Bild, das den abstrakten Geldgeschäften die blasse Erinnerung an den mannhaften Kampf gegen die Gewalten der Natur entgegenhält, aus dem keiner unbeschädigt hervorgeht. 

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Julian Schnabel, Ahab, © OpernTurm S.à.r.l

Feuerwehrschläuche im Taunusturm

Vom Kampf gegen ein zerstörerisches Element kündet vordergründig auch Theaster Gates‘ drei mal 12 Meter großer Bildteppich „Mama Red“ im Taunusturm. 

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Theaster Gates, Mama Red, © Kaiserkarree S.à.r.l

Nur bei genauem Hinsehen entdeckt man, dass die Streifen in unterschiedlichen Rottönen aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen bestehen. Unwillkürlich mag man dabei an den heldenhaften Einsatz der Retter vom 11. September 2001 in New York denken. Die Schläuche stammen aber aus Gates‘ Heimatstadt Chicago und erinnern auch an Demonstrationen von Bürgerrechtlern, die die Polizei mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen gewaltsam auseinandertrieb. 

Viola, Frankfurter Treppe und Wolkiges im Maintower

„Frankfurter Treppe/XX. Jahrhundert“ heißt das riesige Mosaik im Foyer der Helaba im Maintower. 

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Stephan Huber, Frankfurter Treppe/XX. Jahrhundert, 1999/2000, Wandmosaik, ca. 8 x 12 m © VG Bild-Kunst, Foto: Wolfgang Günzel

Was auf den ersten Blick wie ein Zufallsfoto in schwarz-weiß aussieht, ist in Wirklichkeit eine Art historischer Mehrfachbelichtung und versammelt prägende Gestalten des politischen und kulturellen Lebens der Stadt, von Marie-Luise Kaschnitz oder Theodor W. Adorno bis Oskar Schindler. Bei der Identifizierung der Gesichter hilft eine unauffällig an einer Säule angebrachte Liste. Doch die unzähligen Stufen bevölkern auch ganz gewöhnliche, namenlose Frankfurterinnen und Frankfurter – der Mann, der zwischen ihnen mit dem Besen kehrt, ist übrigens der Künstler selbst, Stephan Huber.

Bill Viola, The World of Appearances, 2000, Videoinstallation, 535 x 320 x 535 cm © Bill Viola Foto: Wolfgang Günzel

Gleich nebenan stellt Bill Violas Videoinstallation „The World of Appearances“ vor ganz andere Rätsel. Manchmal sind auf den beiden Projektionsflächen, die sich auf einer Glasscheibe spiegeln, nur bunte Schlieren wie auf einem ruhigen See zu sehen. Wer aber Zeit mitbringt, erlebt den Augenblick, in dem die scheinbare Ruhe ins Gegenteil kippt: ein Mann springt ins Wasser, taucht unter – und verschwindet langsam, unter Zurücklassung bunt schillernder Turbulenzen.

Und noch eine dritte Arbeit strahlt im Erdgeschoss der Helaba: Silke Wagner Neon-Wolke „Grey turns to blue“. 

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Silke Wagner, Grey turns to Blue, 2013 Neon-Wandarbeit; 436 x 570 cm; MAIN TOWER, Kleine Lobby © Silke Wagner, Foto: Wolfgang Günzel

Die Arbeit erinnert an ein Markenlogo – nach dem Motto „Aus Raider wird jetzt Twix“ – aber auch die Assoziation an die Farben des Himmels schwingt mit, der ja schon lange kein herrschafts- und konsumfreier Raum mehr ist. 

Viel Kunst im Commerzbank-Tower und im Gallileo-Turm

In der Lobby der Commerzbank-Zentrale dann scheint der Himmel ganz nah: Dramatisch aufgetürmte Wolkengebirge zeigt das riesige Farbvlies von Thomas Emde – die ausgetüftelte Technik des Pigmentauftrags sorgt dafür, dass man beim Durchqueren des Raums wie im Zeitraffer den Tagesablauf von der Morgendämmerung bis zum nächtlichen Blau erlebt.

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Thomas Emde, Commerzbank AG

Im Gallileo-Turm der Commerzbank hingegen kann einem aus mehreren Gründen leicht schwummrig werden. Wer den Blick nach oben schweifen lässt, möchte meinen, ein Erdbeben hätte den Bau erschüttert – drei Brücken ragen verdreht in den luftleeren Raum und führen wie abgerissen ins Nirgendwo. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man, wie sehr das gesamte Atrium mit seinen Treppen und Gängen in sich verschoben und verkantet ist – „Fluchtgeschwindigkeit“, eine raumgreifende Arbeit von Magdalena Jetelova. 

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Magdalena Jetelova, Fluchtgeschwindigkeit, Commerzbank AG, Foto: Wolfgang Günzel

Nicht das Raum-, sondern das Zeitgefühl verwirrt die große Fotografie von Michael Wesely – eine Langzeitaufnahme vom Entstehen des Gallileo-Hochhauses, in der sich das Nacheinander der Bauphasen in komplexer Gleichzeitigkeit aufhebt.

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Michael Wesely © Commerzbank AG, Foto: Wolfgang Günzel.

Henrik Schrats „Wolfsampel“, ein überdimensionaler Scherenschnitt aus dem Dschungel der Großstadt, ist leider zur Zeit fast verschwunden. Die Fassade des Gebäudes an der Gallusanlage hat ein schicker Fahrradladen für sich usurpiert, Neugierige aber können an den Seiten einen Rest dieser filigranen Arbeit entdecken.

Kunst außerhalb der Bankfoyers

Henrik Schrat, Wolfsampel, Galileo Hochhaus,(ex Dresdner Bank), Foto: Ruth Fühner

Direkt nebenan erstreckt sich vor dem Bau der Deutschen Bahn eine minimalistische Großskulptur von Sol LeWitt. Auf den ersten Blick und im Vorbeifahren erinnert die Abfolge weißer Kuben, passend zum Umfeld, an das Logo einer großen deutschen Bank – wenn man sich aber darauf einlässt, erzeugt das Gittergerüst bei jedem Schritt gleitend eine neue Perspektive auf das dahinter liegende Gebäude und den verkehrsumtosten Außenraum. 

Sol LeWitt, Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers
Sol LeWitt, Open Cubes, Frankfurt Bahnhofsviertel, Foto: Ruth Fühner

Ich habe hier nur einige meiner liebsten Kunstwerke im öffentlichen bzw. halböffentlichen Raum im Zentrum des Frankfurter Bankenviertels vorgestellt. 

Zu erwähnen wären viele andere – Franz Wests große hellblaue Wurmskulptur nahe dem Kaiserkarree, die aber dem MMK gehört. 

Oder, nochmal im Opernturm, Manfred Peckls Kombination aus dreidimensionaler, meteoritenähnlicher Skulptur und zweidimensionalem schwarzem Strahlenbild (VOID und Phänomenom). Oder, oder, oder.

Fortsetzung folgt bei Gelegenheit.

Und hier noch ein bemerkenswertes – und häufig übersehenes – Kunstwerk im öffentlichen Raum, ausserhalb des Bankendistrikts: Der leuchtende Scherenschnitt an der Fassade des Mainova-Heizkraftwerks an der Konstablerwache. Strahlenumkränzt wie die Freiheitsstatue, die Sonnenbrille vor Augen, steuert Apoll, der Gott des Lichtes und der Künste, rasant wie ein Rockstar den Sonnenwagen, gezogen von Feuerrössern und Feuervogel. Prometheus ist da, der den Menschen das Feuer brachte, das Mädchen mit den Schwefelhölzchen und Miez und Maunz, die beiden Katzen, die am Grab des lichterloh verbrannten Paulinchen trauern. Sterntaler breitet ihre Schürze aus, eine Rakete steigt auf, ein Leuchtturm weist den Weg – wohin wohl? Alle Silhouetten dieses phantasievollen Wimmelbilds lassen sich gar nicht so leicht identifizieren – da taucht z.B. neben Feuersalamandern und Feuerlilien ein mythologisches Mischwesen auf mit Adlerkopf, Schlangenschwanz, Löwenpranken und Schmetterlingsflügeln. Überhaupt scheinen es die Schmetterlinge der Bremer Lichtkünstlerin Katharina Berndt besonders angetan zu haben – oder sind es ungewöhnlich prächtige Motten, die das Licht umschwirren, bis sie in ihm vergehen müssen? 

“Ins Licht gerückt” heisst Berndts expressive Installation. Tagsüber können vor allem die Mitarbeiter im Inneren des Heizkraftwerks dem Rätselbild nachträumen, nachts leuchtet es für die ganze Stadt. Und überstrahlt den profanen Zweck des Gebäudes so anmutig, dass man seine architektonische Hässlichkeit beinah verzeiht. 

Hier gehts zum 2. Teil der Reihe: Kunstspaziergang ihn Frankfurter Bankenviertel

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers

Meine Highlights auf der Biennale in Venedig 2022

von britta kadolsky • am

Die vier Länderpavillons, die mich am meisten begeistert haben Von Deutschland aus schauen wir gewohnt und – typisch für uns – besonders kritisch auf den Deutschen Pavillon, der in dieser Biennale, wenn auch nicht preisgekrönt, so doch sehr eindrucksvoll von… Weiterlesen

Der Deutsche Pavillon in Venedig

von britta kadolsky • am

Auf der 59. Biennale in Venedig beschäftigt sich der Deutsche Pavillon wieder einmal mit sich selbst. Irgendwie gehört das ja zum Pflichtprogramm der deutschen Künstler*innen bei der faschistischen Architekturgeschichte.  Maria Eichhorn habe ursprünglich geplant, den gesamten Pavillon abzutragen und woanders wieder aufzubauen…. Weiterlesen

Kunst in Frankfurts neuem Hochhaus

von britta kadolsky • am

Kostenlos Kunst in Frankfurt genießen – Chiharu Shiota im WINX Tower Fasziniert lege ich meinen Kopf in den Nacken und schaue auf die vier roten Boote, die in luftiger Höhe des Foyers im WINX Tower schweben. Die mit roten Fäden… Weiterlesen

Papierkunst in Berlin

von britta kadolsky • am

Kunst aus Papier im Haus des Papiers in Berlin Ein (noch) ziemlich geheimer Kunst-Tipp ist das Haus des Papiers in Berlin Mitte. Gegründet wurde es im Jahr 2021 von den Unternehmerinnen Ulrike Vohrer und Annette Berr. Das Museum ist ganz der… Weiterlesen

Die Kunst-Biennale Venedig ist wieder da

von britta kadolsky • am

In 2 Wochen ist es endlich wieder so weit. Am 23. April 2022 beginnt die 59. Kunst-Biennale von Venedig. Eigentlich für letztes Jahr geplant, musste das ‚Weltfestival der Kunst‘, wie es das art-Magazin nennt, die Veranstaltung verschieben – aus hinlänglich… Weiterlesen

Kostenlos Kunst in Berlin genießen

von britta kadolsky • am

Schweizer Botschaft, Galerie König, Galerie Sprüth Magers Kostenlos Kunst in Berlin genießen: In Berlins Mitte, direkt neben dem Bundeskanzlerinnenamt, der “Waschmaschine”, inmitten der spröden Betonarchitektur von Diener & Diener, flattert Pipilotti Rists Werk ein Blatt im Wind. Seit 2001 fallen aus… Weiterlesen

Das Bild des Menschen

von Ruth Fühner • am

Gerade hat Britta ihren letzten Artikel über das Porträt eingestellt, da stoße ich zufällig bei einem Sevilla-Besuch auf eine Ausstellung, die genau daran anschließt. La Imagen Humana, Das Bild des Menschen heißt die Schau im Kulturforum der Caixa-Bank, die aus den reichen Beständen… Weiterlesen

10 Fakten über Porträts

von britta kadolsky • am

10 Fakten über Porträts 1. Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht. Wer kennt diesen Reim nicht?! Er verdeutlicht, wie wenig es braucht, um ein Gesicht darzustellen. Wir glauben in allem, was zwei Punkte und einen Strich hat,… Weiterlesen

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel

von Ruth Fühner • am

Einen schön aufwendigen Wechselrahmen für Kunst leistet sich die DZ-Bank mit ihrem Art Foyer am Platz der Republik in Frankfurt. In dem strahlend weißen Gehäuse mit dem eindrucksvollen Treppenaufgang zeigt die Bank dreimal im Jahr Ausstellungen von KünstlerInnen, die sich mit dem… Weiterlesen

Darstellung der Zeit in der Kunst

von britta kadolsky • am

Darstellung der Zeit in der Kunst Die Zeit: Mal „verfliegt“ sie und mal kriechen sie dahin, die Sekunden und Minuten. Die Zeit kann grausam sein, wenn sie uns unsere Vergänglichkeit aufzeigt und auch gnädig, wenn sie „alle Wunden heilt“. Schon… Weiterlesen

Ausstellungstipp: Die Welt von Steve McCurry

von Saskia Wolf • am

von Saskia Wolf: Die Welt von Steve McCurry ist momentan in einigen Ausstellung in Europa zu sehen. Und was für eine Welt das ist – voller Dramen, Emotionen, Schicksalen, uralten Traditionen und Konflikten, aber auch voller Freude und Farben, Momente der… Weiterlesen

Kollektive erobern die Kunstwelt – ruangrupa

von britta kadolsky • am

Künstler*innenkollektive boomen gerade in der Kunstwelt. Hat das Ego des Künstlergenies langsam ausgedient? Warum gerade jetzt? Klar ist: die Gesellschaft befindet sich im Wandel. Egotrips werden zunehmend als überholt und unpassend empfunden. Teamwork steht, nicht nur in der wirtschaftlichen Arbeitswelt,… Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg? – Joseph Beuys zum 100. Geburtstag

von britta kadolsky • am

Kurz bevor das Jahr zu Ende geht, muss ich natürlich noch über Joseph Beuys sprechen. Wie hinlänglich bekannt, wäre dieses Jahr sein 100. Geburtstag gewesen. Posthum hat der Künstler daher unglaublich große Aufmerksamkeit bekommen: Über 20 Ausstellungen widmeten sich 2021… Weiterlesen

Die Neue Nationalgalerie in Berlin

von britta kadolsky • am

Ich bin in Berlin! Die neue Nationalgalerie steht ganz oben auf meiner Museumsliste. Jahrelang habe ich über den Bauzaun auf das ikonische Glas- und Stahlgebäude der Neuen Nationalgalerie geäugt. Nun ist das Museum der Moderne, nach sechseinhalb Jahren radikaler Sanierung… Weiterlesen

Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten

von britta kadolsky • am

Heute möchte ich von einem meiner Lieblingsmaler berichten: Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten. Vor 10 Jahren ist der Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud gestorben.  Neben einem kleinen Bild von der Queen, malte er auch Berühmtheiten wie Kate Moss, Jerry… Weiterlesen

Raffaels Engel sind überall

von britta kadolsky • am

Raffaels Engel sind überall. Die Geschichte des Renaissance-Gemäldes, die ich heute erzähle, begann vor 500 Jahren und erlebt seit etwa 50 Jahren selbst eine unglaubliche Renaissance. Der Fairness halber sollte ich noch ergänzen, dass die neuerliche popkulturelle Aufmerksamkeit sich lediglich… Weiterlesen

Kunst unter der Erde – der Louvre des RMV in Frankfurt

von Ruth Fühner • am

Was Paris recht ist, ist Frankfurt billig. Die Glaspyramiden am Messeturm sind, na ja, fast so schön wie ihre Schwestern im Innenhof des Grand Louvre. Immerhin, in eine Art Museum geht es hier auch. Eins, das es zumindest an Ausdehnung… Weiterlesen

Sticken ist das neue Malen – Contemporary Embroidery

von britta kadolsky • am

Eine Freundin hat mich zum Sticken gebracht. Ich hatte diese wunderbare Betätigung bis dahin noch immer in die verstaubte, biedere Ecke der Muttis und Omis am heimischen Herd gepackt. Auch weil das Sticken weiblich konnotiert ist. Sticken transportierte jahrhundertelang weibliche… Weiterlesen

Forma Viva – lebendige Form am Südende Istriens

von Ruth Fühner • am

Schon zu Titos Zeiten hatte das istrische Küstenstädtchen Portorož etwas von seiner eleganten Weltläufigkeit bewahren können – und das gilt nicht zuletzt in Sachen Kunst.  1961 fand hier, auf der grünen Halbinsel Seca, erstmals die Bildhauerbiennale Forma Viva statt. Seither… Weiterlesen

Alpinkunst am Großglockner

von Ruth Fühner • am

Kunst-Ausstellung Alpenliebe in Österreich. Auf dem Weg nach Italien ist die Großglockner-Hochalpenstraße eine der spektakulärsten Strecken – selbst wenn, wie bei unserer Fahrt, das Wetter so schlecht ist, dass der größte Gletscher Österreichs, die immer mehr schmelzende Pasterze, vom Nebel… Weiterlesen

17. Architekturbiennale in Venedig – Wie werden wir zusammen leben?

von britta kadolsky • am

How will we live together? Wie werden wir zusammen leben? Das ist das spannende Motto der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig. Das Zusammenleben in der Zukunft ist eine Riesen-Herausforderung: Soziale Ungerechtigkeiten, Nachhaltigkeit, Solidarität, Klimawandel, Migration, Rassismus, politische Polarisierungen … große Probleme… Weiterlesen

Draußen Kunst genießen – weibliche Skulpturen in Frankfurts Wallanlagen

von britta kadolsky • am

Die Museen sind immer noch im Lockdown. Nach Monaten des Verzichts auf Kunst und Kultur ist die Sehnsucht groß. Zeit, sich die Kunst draußen anzuschauen!
Kunst im öffentlichen Raum heißt das Stichwort! In Frankfurts Wallanlagen, einem grünen Parkstreifen um die Innenstadt, stehen dutzende Skulpturen. 5 davon habe ich genauer betrachtet. Alle weiblich, alle nackt. Warum?… Weiterlesen

Die schießende Feministin: Niki de Saint Phalle

von britta kadolsky • am

Schießkunst – Feministin – Künstlerin: Ein Schuss knallt und kurz darauf läuft rote Farbe über den Körper. Ein zweiter Schuss ertönt, auch er hat getroffen: gelbe Farbe quillt aus der Wunde. Niki de Saint Phalle schießt auf ihr Kunstwerk La mort… Weiterlesen

Wie die Moderne nach Berlin kam – Mariam Kühnel-Hussainis Roman ‘Tschudi’

von Ruth Fühner • am

Tschudi in Berlin Stellen Sie sich für einen Augenblick das großbürgerlich-kaiserliche Berlin um 1900 vor. Den Kurfürstendamm, das Westend, den Boulevard Unter den Linden. Den Rausch von Gründerzeitarchitektur, die hemmungslos Türmchen und Erker, Karyatiden und anderen Klingeling-Zierrat aufeinanderhäuft. Hinter den… Weiterlesen

Überraschung: Max Beckmann ist auch Bildhauer!

von britta kadolsky • am

Max Beckmann in Frankfurt – eine Ausstellung im Städel Die Museen haben auf. Ich besuche das Städel, bevor nach ein paar Tagen alles wieder schließen muss. Die Beckmann Ausstellung im Städel ist klein, aber fein. Der Fokus liegt auf Beckmanns Jahren in… Weiterlesen

Jeremy Shaw im Frankfurter Kunstverein

von britta kadolsky • am

Hurra – die Museen sind wieder auf Als erster unterrichtet mich der Frankfurter Kunstverein per E-Mail über die Öffnung. Jeremy Shaw wird im Frankfurter Kunstverein gezeigt. Ich verliere keine Zeit und reserviere direkt Tickets: Eine riesige Leinwand erwartet uns bereits im Eingangsbereich:… Weiterlesen

Online-Führung durch die Städel-Highlights

von britta kadolsky • am

Städel Sammlung: Die Highlights  „Museum für zu Hause – Live“ nennt das Museum seine Reihe der Online-Formate. Freudig nehme ich die Online-Führung über die Städel Highlights wahr.Ein Highlight ist die Online-Führung gleich aus mehreren Gründen:   Endlich kann ich mal wieder ein Museum ‚besuchen‘… Weiterlesen

Alfred von Meysenbug

von britta kadolsky • am

Comic-Autor, Maler, Illustrator und Plattencover-Gestalter von Udo Lindenberg Alfred von Meysenbug, einigen bekannt durch seine Comic-Bücher und die Illustration von Udo Lindenbergs Plattencovern, ist vor einem Jahr am 19. Februar gestorben. Meyse, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, hieß… Weiterlesen

Online-Führung durch die Balkenhol Ausstellung

von britta kadolsky • am

Was für ein wunderbares Angebot in Anbetracht der pandemiebedingten Schließung: Eine Online Führung durch die Ausstellung von Stephan Balkenhol im Duisburger Lehmbruck Museum.Die monumentalen bemalten Holzskulpturen des Bildhauers sind vielerorts im öffentlichen Raum zu bewundern. Fast in jeder großen Stadt… Weiterlesen

Das Blaue vom Himmel

von Ruth Fühner • am

Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse der Farbe Blau.  Keine Spur von Blau, auf diesem Bild der National Gallery in London. Es ist, da sind sich die Experten weitgehend einig, wohl ein echter Michelangelo – wenn auch nicht gerade einer… Weiterlesen

Die Liaison von Kunst und Werbung

von britta kadolsky • am

Was haben Kunst und Mode gemeinsam? Momentan, in der Pandemie: Museen, Modehäuser und Boutiquen haben geschlossen.Aber es gibt noch andere Zusammenhänge . . . Einer der bekanntesten liegenden Frauenakte der Kunstgeschichte ist Manets Olympia; 1865 löste das Bild bei der… Weiterlesen

Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter

von Ruth Fühner • am

Eine nackte Frau mit blonder Bienenkorbfrisur schreitet eine Treppe herab. Frontalansicht, leicht unscharf. Die Farben: wie auf einem der ersten Farbfotos, ausgeblichen, die Treppe grünlich. Ema, 1966. 2 Meter mal einsdreißig.  Graue Rechtecke. Monochrom. Die Farbe mal mit grobem Pinsel gleichmäßig… Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 2

von britta kadolsky • am

Museumsarchitektur in ehemaligen Industriebauten  Im 1. Teil habe ich bereits die Frage gestellt: Welche Chance hat die Kunst neben der bombastischen Museumsarchitektur von heute? Dazu habe ich spektakuläre architektonische Meisterleistungen gezeigt, die eigens für die Präsentation von Kunst gebaut wurden. … Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 1

von britta kadolsky • am

Bei meinen Besuchen in den diversen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst fällt mir immer wieder auf, wie beeindruckend Museumsarchitektur sein kann.  Ich denke hierbei an Bauten wie  das zylindrisch geformte Guggenheim Museum in New York das technisch-futuristisch anmutende Centre Pompidou in… Weiterlesen

Kunst im Berliner Technoclub Berghain: Teil 2

von britta kadolsky • am

Teil 2/2: Studio Berlin – Panoramabar, Schlackekeller,große Halle. Der 2. Teil meines Artikels über die großartige Ausstellung im Technoclub (Hier gehts zum 1. Teil). Dort habe ich über die Ausstellung im Main Dancefloor, der Klobar und die Toiletten berichtet.  Für… Weiterlesen

Berlin: Kunst im legendären Technoclub Berghain

von britta kadolsky • am

Teil 1/2: Studio Berlin – Main Dancefloor, Klobar, Unisex Toiletten.  Eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in einem der coolsten Clubs Deutschlands: das passt zusammen! Wie allgemein bekannt und x-mal erwähnt: die Clubszene liegt seit Corona brach und die Clubs kämpfen… Weiterlesen

Wo Banane drauf ist, ist Kunst drin!

von britta kadolsky • am

Die Banane ziert Eingänge zur Kunst Alle, die sich für Kunst interessieren haben die knallgelbe Spray-Banane sicherlich schon mal an einer Häuserwand gesehen. Die Banane sieht aus wie aus einem Comic entsprungen. Die sehr einfache Form in Gelb mit den wenigen schwarzen… Weiterlesen

Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein

von britta kadolsky • am

“Blue has no dimension it is beyond dimensions.” Yves Klein Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein Endlich war ich, nach der Corona-bedingten Schließung, mal wieder im Städel. Die Gegenwartskunst im unterirdischen Erweiterungsbau, den Gartenhallen, ist ganz neu gehängt worden…. Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg?

von britta kadolsky • am

Die alte Diskussion… Von wem stammt eigentlich dieses Zitat? Es wird mittlerweile recht häufig benutzt, insbesondere um auszudrücken, dass man das jeweilige Kunstwerk nicht als ein solches anerkennen will. Ich möchte in diesem Artikel der Herkunft auf den Grund gehen und… Weiterlesen