Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel

Ruth Fühner

Einen schön aufwendigen Wechselrahmen für Kunst leistet sich die DZ-Bank mit ihrem Art Foyer am Platz der Republik in Frankfurt. In dem strahlend weißen Gehäuse mit dem eindrucksvollen Treppenaufgang zeigt die Bank dreimal im Jahr Ausstellungen von KünstlerInnen, die sich mit dem Thema Fotografie beschäftigen. Und das im weitesten Sinn. Immer geht es um die Frage nach den Bedingungen unseres Sehens, der Bilderflut, die unablässig durch unsere Köpfe rauscht. 

Deshalb hängen hier nicht einfach nur Fotos an der Wand. Hier finden auch skulpturale Verdichtungen und raumgreifende Installationen unterschiedlicher Art ihren temporären Ort. 

So auch in der aktuellen Ausstellung. Sie zeigt unter dem Titel „Durchblick“ bis zum 21. Mai 2022 Arbeiten von Lilly Lulay und Susa Templin (beide übrigens zufällig mit biographischem Frankfurt-Bezug). 

Susa Templin: Fotokunst als Raum im Raum

Susa Templins „Totale Wohnung“ reproduziert (bis in die Ausmaße hinein korrekt) mittels auf Stellwänden schwebenden, riesigen Fotoabzügen die Wände ihrer eigenen Wohnung – legt sie jedoch als labyrinthische, begehbare Skulptur an. 

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, Skulptur, Foto Susa Templin
Susa Templin, Totale Wohnung, aus der Serie: Totale Wohnung, 2011–2013 (Detail), Foto: Michael Frank, DZ-Bank Frankfurt

Lilly Lulay: ein Spiel mit der fotografischen Wahrheit

Mit dem Reiz orientalisierender Bildmuster spielt Lilly Lulay in ihrer bewegten Collage „Istanbul up and down“ – ständig wechseln der Rahmen und der Bildausschnitt, man sieht die Finger der Künstlerin, verschiedene Bildebenen überlagern einander, neben Postkartenansichten wird genau das sichtbar, was diese gemeinhin ausblenden. Ein anregendes, sinnliches Spiel über „Schönheit“ und „Wahrheit”.

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, video dz-bank frankfurt
Lilly Lulay, ‘Wahrheit’, Istanbul up and down, 2015, Video, DZ-Bank Frankfurt

Foto-Kunst im engeren Sinn ist in einem kleinen Kabinett an der Mainzer Landstraße zugänglich. Es fungiert als Durchgangsstation für Bilder, die später im nicht-öffentlichen Arbeitsbereich der DZ-Bank auf den Etagen hängen werden. 

Im Auge des Orkans: Marie-Jo Lafontaine

Im großen Foyer der DZ-Bank muss man ein bisschen Glück haben, um die Videoskulptur von Marie-Jo Lafontaine in Aktion zu erleben. Zu festgelegten Zeiten füllt sich der große runde Stahlrahmen mit Aufnahmen flüchtiger Wolkenformationen, aufgenommen auf dem Dach der Bank. „Berauscht von Ewigkeit vergesse ich die Bedeutungslosigkeit der Welt“ heißt die Arbeit, ein Zitat des portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa. Es blitzt darin und verwirbelt sich, treibt dahin und ballt und klumpt sich und entlädt sich – ein beziehungsreicher Kontrast zum geschäftsmäßigen Vorbeihuschen des Personals im Foyer (hier offenbar im Casual-Friday-Look). 

Marie-Jo Lafontaine, 1996 Video, Klanginstallation von Michael Fahres, DZ-Bank Frankfurt, Kunst umsonst in Frankfurter Banken
Marie-Jo Lafontaine, Les nuages – Berauscht von Ewigkeit, vergesse ich die Bedeutungslosigkeit der Welt, 1996 Video, Klanginstallation von Michael Fahres, Foto: Norbert Miguletz DZ-Bank Frankfurt

Draußen vor der Tür flattert dann eine überdimensionale Krawatte im Wind. Die irgendwie spöttisch wirkende Skulptur „Inverted Collar and Tie“ des Künstlerehepaars Claes Oldenburg und Coosje Van Bruggen ist sicher eins der bekanntesten Kunstwerke des Bankenviertels, und wer genauer hinschaut, wird darüber staunen, wie kippelig Kragen und Krawatte auf ihrem Sockel balancieren.

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel | Was kann Kunst
Claes Oldenburg und Coosje Van Bruggen, Inverted Collar and Tie, 1994, DZ-Bank Frankfurt

Ein Klassiker der skulpturalen Abstraktion: Max Bill

Gut hundert Meter weiter setzt, ebenfalls im öffentlichen Außenraum, Max Bills klassische Skulptur „Kontinuität“ den denkbar größten Kontrast zu so viel ungestümer Bewegung.

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, Max Bill, Skulptur aus Granit, organische form geschwungen
Max Bill, Kontinuität, 1986 Granit, 465 x 464 x 414, Deutsche Bank Frankfurt, Taunusanlage

Sie gehört der Deutschen Bank, die in ihrer Frankfurter Zentrale mit öffentlich zugänglicher Kunst eher sparsam umgeht. Leicht zu übersehen hinter tagsüber spiegelnden Fensterscheiben sind die wandgroßen, knallbunten Papiercollagen der Frankfurterin Xenia Lesniewski an der Außenfassade. „Konfabulationen“ lautet der Titel der Arbeit, doch die Slogans und Satzfetzen darin scheinen eher einer zersplitterten Gesellschaft um die Ohren zu fliegen als gemeinschaftsstiftend zu wirken. 

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, Deutsche Bank Frankfurt, Xenia Lesniewski
Xenia Lesniewski, Konfabulationen, Papiercollagen, Deutsche Bank Frankfurt, Foto: Ruth Fühner

Deutsche Bank: mehr als Kunst am Bau

Im Inneren der Zwillingsturmanlage ist es zuerst die Kunst am Bau, die auffällt. Wie ein riesiger Globus hängt über dem Foyer eine tonnenschwere Edelstahl-Skulptur von Mario Bellini – eine Hohlkugel, geformt aus einander umlagernden und überschneidenden Bändern, die, wer mag, als Netzwerk der weltumspannenden Kapitalflüsse lesen kann. 

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, Foyer Deutsche Bank Frankfurt, Mario Bellini
Mario Bellini, Edelstahl-Skulptur, Foyer Deutsche Bank Frankfurt

Bellini hat überhaupt das gesamte Turm-Ensemble architektonisch gestaltet. Ein Wechselspiel aus Transparenz und Verschlusssache bilden die unregelmäßigen Fensterbänder über der angezackten Stahltreppe und ihre Pendants gegenüber: mal geben sie den Blick frei aufs Dahinterliegende, mal sperren sie ihn aus und spiegeln ihre Umgebung.

Pop-Art mit Täuschungs-Effekt: Beuys und Turk

Ein wenig versteckt wirkt hinter den Eingangssperren zu den Mitarbeiter-Aufzügen im Turm A eine hintersinnige Dreierkonstellation: als erstes kommt uns da Joseph Beuys, knapp unter lebensgroß, mit strammem Schritt entgegen. 

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, Joseph Beuys, Deutsche Bank Frankfurt
Joseph Beuys, La rivoluzione siamo noi Offsetlithographie,191 x 102 cm, Deutsche Bank Frankfurt

„La Rivoluzione siamo Noi“ verkündet das Foto aus dem Jahr 1971, „Wir sind die Revolution“. Eine pikante Botschaft für ein Bankhaus – aber vielleicht deutet ja die an Sepia erinnernde Farbigkeit darauf hin, dass dieser Gestus längst überkommen und zum Material für Werbeslogans geworden ist.

Flankiert wird die Arbeit von zwei großformatigen Portraits. Das eine scheint wiederum Beuys zu zeigen, diesmal in rot-blauer Warhol-Manier – das andere Andy Warhol selbst, weiß auf Schwarz. Doch das ist eine raffinierte Täuschung: Der Brite Gavin Turk hat sein eigenes Gesicht in die beiden Ikonen der Pop Art hineinmontiert. 

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, Andy Warhol, Gavin turk, Deutsche Bank Frankfurt
Gavin Turk in Andy Warhol, Deutsche Bank Frankfurt

Der Raum vor den Aufzügen im Turm B ist – leider nicht besonders gut einsehbar – großformatigen Arbeiten zweier Künstler gewidmet, die ihre Wurzeln in Osteuropa haben. Wawrzyniec Tokarski und Paulina Olowska, Car Mobile Collage, 2009… reflektieren collagenartig das Zeitalter von Popart und Konsumgesellschaft, Faszination und Zerrissenheit liegen da eng beieinander.    

Einblicke in die Sammlung der Deutschen Bank

Das Spiel von Sichtbarkeit und Verschlusssache setzt sich auf reizvolle Weise fort an der sogenannten Art Wall. Hier können – wenn sie denn (wieder) in Betrieb ist – BesucherInnen virtuell Biographien und Werke der 60 KünstlerInnen aufrufen, die „live“ nur bei Führungen auf den 60 nicht öffentlichen Etagen der beiden Türme zu besichtigen sind – gegliedert nach Weltregionen und von Ebtisam Abdulaziz über Neo Rauch und Kara Walker bis Jakub Julian Ziolkowski.

Videowand Deutsche Bank Frankfurt
Art Wall Foyer Deutsche Bank Frankfurt, Foto Martin Joppen

Jederzeit öffentlich zugänglich ist das langgezogene Kabinett rechts von der Art Wall. Es dient einerseits einer knappen Präsentation der Artists of the Year wie Wangechi Mutu oder Roman Ondak, denen die Deutsche Bank in Berlin seit 2010 jeweils eine Einzelausstellung widmet. Zum anderen werden hier jüngere Ankäufe gezeigt – gerade sind das die geheimnisvollen Bildtafeln von Sun Xun; haarfein gezeichnete Stills aus einem Stopmotionfilm um einen mysteriösen Zylinderträger. 

 Deutsche Bank Frankfurt, Sun xun
Sun Xun, gezeichnete Stills aus einem Stopmotionfilm, Foto Martin Joppen, Deutsche Bank Frankfurt, Foto: Ruth Fühner

Riesenaquarelle im Deutsche Bank Campus 

Im Foyer des auf der anderen Straßenseite angesiedelten Deutsche Bank Campus kann man leider nur aus einiger Entfernung drei riesige, aber akribisch fein gezeichnete Arbeiten des kubanischen Künstlerduos Los Carpinteros sehen – fast monochrome Aquarelle, die sich mit Reiz und Monotonie des Seriellen auseinandersetzen. Eins davon, ein riesenhaft vergrößerter Orangenpollen von 2016, hat verblüffende Ähnlichkeit mit dem Corona-Virus, ein anderes, eigentlich dem gesichtslosen sozialen Wohnungsbau ihrer Heimat gewidmet, erinnert sehr an den Frankfurter IG-Farben-Bau. 

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel, das los carpinteros
Los Carpinteros, Edificio de Numero Dos, 2014, Aquarell, 113 x 400 cm, DWS Frankfurt

Mehr als ein Lüftungsschacht: Cyprien Gaillard

Wie ein ironischer und mindestens zweideutiger Kommentar auf die Präsenz von so viel Geld und teurer Kunst im Bankenviertel wirkt, direkt gegenüber der Zwillingstürme in der Taunusanlage, Cyprien Gaillards begehbare Skulptur „Der Schacht“. Von außen grau und leicht zu übersehen wie ein Lüftungsschacht, strahlt das mit kostbarem Onyx ausgekleidete Innere in einem Rosa, das an rohes Fleisch erinnert. Nach oben ist das Rund offen zum Himmel, nach unten wird es von einem Rost begrenzt, der an ein Pissoir denken lässt. Ein Scharnier zwischen Öffentlichkeit und Intimität, der glatten Bankenwelt und dem Bahnhofsviertel mit seiner rauen Lebendigkeit und seinem Elend. 

Hier gehts zum 1. Teil der Reihe: Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers

Das war der Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel – Ruth Fühner

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Berlin: Zeitgenössische Kunst im Boros Bunker

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Meine Highlights auf der Biennale in Venedig 2022

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Kunst in Frankfurts neuem Hochhaus

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Papierkunst in Berlin

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In 2 Wochen ist es endlich wieder so weit: Am 23. April 2022 beginnt die 59. Kunst-Biennale von Venedig. Eigentlich für letztes Jahr geplant, musste das ‚Weltfestival der Kunst‘, wie es das art-Magazin nennt, die Veranstaltung verschieben – aus hinlänglich… Weiterlesen

Kostenlos Kunst in Berlin genießen

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Gerade hat Britta ihren letzten Artikel über das Porträt eingestellt, da stoße ich zufällig bei einem Sevilla-Besuch auf eine Ausstellung, die genau daran anschließt. La Imagen Humana, Das Bild des Menschen heißt die Schau im Kulturforum der Caixa-Bank, die aus den reichen Beständen… Weiterlesen

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10 Fakten über Porträts 1. Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht. Wer kennt diesen Reim nicht?! Er verdeutlicht, wie wenig es braucht, um ein Gesicht darzustellen. Wir glauben in allem, was zwei Punkte und einen Strich hat,… Weiterlesen

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Darstellung der Zeit in der Kunst Die Zeit: Mal „verfliegt“ sie und mal kriechen sie dahin, die Sekunden und Minuten. Die Zeit kann grausam sein, wenn sie uns unsere Vergänglichkeit aufzeigt und auch gnädig, wenn sie „alle Wunden heilt“. Schon… Weiterlesen

Ausstellungstipp: Die Welt von Steve McCurry

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von Saskia Wolf: Die Welt von Steve McCurry ist momentan in einigen Ausstellung in Europa zu sehen. Und was für eine Welt das ist – voller Dramen, Emotionen, Schicksalen, uralten Traditionen und Konflikten, aber auch voller Freude und Farben, Momente der… Weiterlesen

Kollektive erobern die Kunstwelt – ruangrupa

von britta kadolsky • am

Künstler*innenkollektive boomen gerade in der Kunstwelt. Hat das Ego des Künstlergenies langsam ausgedient? Warum gerade jetzt? Klar ist: die Gesellschaft befindet sich im Wandel. Egotrips werden zunehmend als überholt und unpassend empfunden. Teamwork steht, nicht nur in der wirtschaftlichen Arbeitswelt,… Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg? – Joseph Beuys zum 100. Geburtstag

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Kurz bevor das Jahr zu Ende geht, muss ich natürlich noch über Joseph Beuys sprechen. Wie hinlänglich bekannt, wäre dieses Jahr sein 100. Geburtstag gewesen. Posthum hat der Künstler daher unglaublich große Aufmerksamkeit bekommen: Über 20 Ausstellungen widmeten sich 2021… Weiterlesen

Die Neue Nationalgalerie in Berlin

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Ich bin in Berlin! Die neue Nationalgalerie steht ganz oben auf meiner Museumsliste. Jahrelang habe ich über den Bauzaun auf das ikonische Glas- und Stahlgebäude der Neuen Nationalgalerie geäugt. Nun ist das Museum der Moderne, nach sechseinhalb Jahren radikaler Sanierung… Weiterlesen

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers

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Viele Frankfurter Kunst-Schätze strahlen im Verborgenen. Es sind die Sammlungen der Banken. Angelegt weniger in der Hoffnung auf bleibende als auf wachsende Werte, sollen sie das Image des seelenlos angehäuften Kapitals mit dem sanften Glanz des Feingeistigen überziehen. Einige von… Weiterlesen

Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten

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Raffaels Engel sind überall

von britta kadolsky • am

Raffaels Engel sind überall. Die Geschichte des Renaissance-Gemäldes, die ich heute erzähle, begann vor 500 Jahren und erlebt seit etwa 50 Jahren selbst eine unglaubliche Renaissance. Der Fairness halber sollte ich noch ergänzen, dass die neuerliche popkulturelle Aufmerksamkeit sich lediglich… Weiterlesen

Kunst unter der Erde – der Louvre des RMV in Frankfurt

von Ruth Fühner • am

Was Paris recht ist, ist Frankfurt billig. Die Glaspyramiden am Messeturm sind, na ja, fast so schön wie ihre Schwestern im Innenhof des Grand Louvre. Immerhin, in eine Art Museum geht es hier auch. Eins, das es zumindest an Ausdehnung… Weiterlesen

Sticken ist das neue Malen – Contemporary Embroidery

von britta kadolsky • am

Eine Freundin hat mich zum Sticken gebracht. Ich hatte diese wunderbare Betätigung bis dahin noch immer in die verstaubte, biedere Ecke der Muttis und Omis am heimischen Herd gepackt. Auch weil das Sticken weiblich konnotiert ist. Sticken transportierte jahrhundertelang weibliche… Weiterlesen

Forma Viva – lebendige Form am Südende Istriens

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Schon zu Titos Zeiten hatte das istrische Küstenstädtchen Portorož etwas von seiner eleganten Weltläufigkeit bewahren können – und das gilt nicht zuletzt in Sachen Kunst.  1961 fand hier, auf der grünen Halbinsel Seca, erstmals die Bildhauerbiennale Forma Viva statt. Seither… Weiterlesen

Alpinkunst am Großglockner

von Ruth Fühner • am

Kunst-Ausstellung Alpenliebe in Österreich Auf dem Weg nach Italien ist die Großglockner-Hochalpenstraße eine der spektakulärsten Strecken – selbst wenn, wie bei unserer Fahrt, das Wetter so schlecht ist, dass der größte Gletscher Österreichs, die immer mehr schmelzende Pasterze, vom Nebel… Weiterlesen

17. Architekturbiennale in Venedig – Wie werden wir zusammen leben?

von britta kadolsky • am

How will we live together? Wie werden wir zusammen leben? Das ist das spannende Motto der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig. Das Zusammenleben in der Zukunft ist eine Riesen-Herausforderung: Soziale Ungerechtigkeiten, Nachhaltigkeit, Solidarität, Klimawandel, Migration, Rassismus, politische Polarisierungen … große Probleme… Weiterlesen

Draußen Kunst genießen – 5 weibliche Skulpturen in Frankfurts Wallanlagen

von britta kadolsky • am

Die Museen sind immer noch im Lockdown. Nach Monaten des Verzichts auf Kunst und Kultur ist die Sehnsucht groß. Zeit, sich die Kunst draußen anzuschauen!
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Die schießende Feministin: Niki de Saint Phalle

von britta kadolsky • am

Schießkunst – Feministin – Künstlerin: Das ist Niki de Saint Phalle. Ein Schuss knallt und kurz darauf läuft rote Farbe über den Körper. Ein zweiter Schuss ertönt, auch er hat getroffen: gelbe Farbe quillt aus der Wunde. Niki de Saint… Weiterlesen

Wie die Moderne nach Berlin kam – Mariam Kühnel-Hussainis Roman ‘Tschudi’

von Ruth Fühner • am

Tschudi in Berlin Stellen Sie sich für einen Augenblick das großbürgerlich-kaiserliche Berlin um 1900 vor. Den Kurfürstendamm, das Westend, den Boulevard Unter den Linden. Den Rausch von Gründerzeitarchitektur, die hemmungslos Türmchen und Erker, Karyatiden und anderen Klingeling-Zierrat aufeinanderhäuft. Hinter den… Weiterlesen

Überraschung: Max Beckmann ist auch Bildhauer!

von britta kadolsky • am

Max Beckmann in Frankfurt – eine Ausstellung im Städel Die Museen haben wieder auf. Ich besuche das Städel, bevor nach ein paar Tagen alles wieder schließen muss. Die Beckmann Ausstellung im Städel ist klein, aber fein. Der Fokus liegt auf Beckmanns Jahren… Weiterlesen

Jeremy Shaw im Frankfurter Kunstverein

von britta kadolsky • am

Hurra – die Museen sind wieder auf Als erster unterrichtet mich der Frankfurter Kunstverein per E-Mail über die Öffnung. Jeremy Shaw wird im Frankfurter Kunstverein gezeigt. Ich verliere keine Zeit und reserviere direkt Tickets: Eine riesige Leinwand erwartet uns bereits im Eingangsbereich:… Weiterlesen

Online-Führung durch die Städel-Highlights

von britta kadolsky • am

Städel Sammlung: Die Highlights  „Museum für zu Hause – Live“ nennt das Museum seine Reihe der Online-Formate. Freudig nehme ich die Online-Führung über die Städel Highlights wahr.Ein Highlight ist die Online-Führung gleich aus mehreren Gründen:  Nun aber zur eigentlichen Kunst-Führung. Das Ticket bucht man online… Weiterlesen

Alfred von Meysenbug

von britta kadolsky • am

Comic-Autor, Maler, Illustrator und Plattencover-Gestalter von Udo Lindenberg Alfred von Meysenbug, einigen bekannt durch seine Comic-Bücher und die Illustration von Udo Lindenbergs Plattencovern, ist vor einem Jahr am 19. Februar gestorben. Meyse, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, hieß… Weiterlesen

Online-Führung durch die Stephan Balkenhol Ausstellung

von britta kadolsky • am

Was für ein wunderbares Angebot in Anbetracht der pandemiebedingten Schließung: Eine Online Führung durch die Ausstellung von Stephan Balkenhol im Duisburger Lehmbruck Museum.Die monumentalen bemalten Holzskulpturen des Bildhauers sind vielerorts im öffentlichen Raum zu bewundern. Fast in jeder großen Stadt… Weiterlesen

Das Blaue vom Himmel

von Ruth Fühner • am

Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse der Farbe Blau.  Keine Spur von Blau, auf diesem Bild der National Gallery in London. Es ist, da sind sich die Experten weitgehend einig, wohl ein echter Michelangelo – wenn auch nicht gerade einer… Weiterlesen

Die Liaison von Kunst und Werbung: Manet und YSL

von britta kadolsky • am

Was haben Kunst und Mode gemeinsam? Momentan, in der Pandemie: Museen, Modehäuser und Boutiquen haben geschlossen.Aber es gibt noch andere Zusammenhänge . . . Einer der bekanntesten liegenden Frauenakte der Kunstgeschichte ist Manets Olympia; 1865 löste das Bild bei der… Weiterlesen

Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter

von Ruth Fühner • am

Eine nackte Frau mit blonder Bienenkorbfrisur schreitet eine Treppe herab. Frontalansicht, leicht unscharf. Die Farben: wie auf einem der ersten Farbfotos, ausgeblichen, die Treppe grünlich. Ema, 1966. 2 Meter mal einsdreißig.  Graue Rechtecke. Monochrom. Die Farbe mal mit grobem Pinsel gleichmäßig… Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 2

von britta kadolsky • am

Museumsarchitektur in ehemaligen Industriebauten  Im 1. Teil habe ich bereits die Frage gestellt: Welche Chance hat die Kunst neben der spektakulären Museumsarchitektur von heute? Dazu habe ich spektakuläre architektonische Meisterleistungen gezeigt, die eigens für die Präsentation von Kunst gebaut wurden. … Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 1

von britta kadolsky • am

Bei meinen Besuchen in den diversen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst fällt mir immer wieder auf, wie beeindruckend Museumsarchitektur sein kann.  Ich denke hierbei an Bauten wie  Zusätzlich imponieren ehemalige Industriegebäude, die mittlerweile als Museum fungieren.  Selbstverständlich sind auch… Weiterlesen

Berghain: Kunst im Berliner Technoclub Teil 2

von britta kadolsky • am

Teil 2/2: Studio Berlin – Panoramabar, Schlackekeller,große Halle im Berghain Der 2. Teil meines Artikels über die großartige Ausstellung im Berghain (Hier gehts zum 1. Teil). Dort habe ich über die Ausstellung im Main Dancefloor, der Klobar und die Toiletten… Weiterlesen

Berlin: Kunst im legendären Technoclub Berghain

von britta kadolsky • am

Teil 1/2: Berghain – Studio Berlin – Main Dancefloor, Klobar, Unisex Toiletten.  Eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in einem der coolsten Clubs Deutschlands: das passt zusammen! Wie allgemein bekannt und x-mal erwähnt: die Clubszene liegt seit Corona brach und die… Weiterlesen

Wo Banane drauf ist, ist Kunst drin!

von britta kadolsky • am

Die Banane ziert Eingänge zur Kunst Alle, die sich für Kunst interessieren haben die knallgelbe Spray-Banane sicherlich schon mal an einer Häuserwand gesehen. Die Banane sieht aus wie aus einem Comic entsprungen. Die sehr einfache Form in Gelb mit den wenigen schwarzen… Weiterlesen

Yves Klein: Intensives Blau – sein Markenzeichen

von britta kadolsky • am

“Blue has no dimension it is beyond dimensions.” Yves Klein Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein Endlich war ich, nach der Corona-bedingten Schließung, mal wieder im Städel. Die Gegenwartskunst im unterirdischen Erweiterungsbau, den Gartenhallen, ist ganz neu gehängt worden…. Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg?

von britta kadolsky • am

Die alte Diskussion… Von wem stammt eigentlich dieses Zitat? Es wird mittlerweile recht häufig benutzt, insbesondere um auszudrücken, dass man das jeweilige Kunstwerk nicht als ein solches anerkennen will. Ich möchte in diesem Artikel der Herkunft auf den Grund gehen und… Weiterlesen