Lichtkunst in Unna ­– ein visuelles Spektakel 

britta kadolsky

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna (ZFIL) – trotz seines etwas sperrigen Namens – erstrahlt als ein Juwel der hochkarätigen Kunst mit Licht. Hier werden Werke renommierter internationaler Künstler wie Olafur Eliasson, Joseph Kosuth, James Turrell und Rebecca Horn präsentiert, um nur einige schon mal zu nennen. Weltweit widmet sich kein anderes Museum ausschließlich dieser eigenständigen, avantgardistischen Kunstgattung.

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, visuelles Spektakel, Lindenplatz, Lindenbrauerei
Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna (ZFIL), Lindenplatz Unna, Foto: Frank Vinken

Die stillgelegte Lindenbrauerei bietet mit ihren unterirdischen Gängen, Kühlräumen und ehemaligen Gärbecken den Rahmen für die Location: Oberirdisch eher wie ein Zweckbau der 1980er Jahre, entpuppt sich die Brauerei unter der Erde als ein faszinierendes Stück Industriekultur im Ruhrgebiet. Nach Sanierungsarbeiten, bei denen der Originalzustand der Brauerei weitestgehend erhalten blieb, eröffnete das Museum 2001.

Die ersten Künstler:innen hatten die Möglichkeit, die Räumlichkeiten vor Ort zu besichtigen und sich einen Raum auszuwählen. Anschließend entwickelten sie speziell auf diesen Ort und Raum zugeschnittene Installationen.

Beeindruckende Lichtskulpturen 

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna,  lichtbasierte Kunst, Glaskubus, 57.600 LEDs
Giny Vos, Light Phenomena, 2022, ZFIL

Bereits auf dem Platz vor dem Museum entdecke ich die erste lichtbasierte Kunst: In einem großen Glaskubus sind 57.600 LEDs scheinbar durcheinander angeordnet. Sie leuchten abwechselnd und gemeinsam auf und bilden unterschiedliche Formen, die zu tanzen scheinen. Giny Vos‘ Installation Light Phenomena wirkt im Dunkeln sicher magisch, aber selbst am Tage faszinieren die fließenden Bewegungen, die die Lämpchen ‚malen‘.

Während wir im Kassenbereich warten, kann ich das zweite Kunstwerk bestaunen: Gleichmäßig wandert ein Licht über die 19 Neonzahlen, kontinuierlich und gleichmäßig – punktuell leuchtet das Licht immer wieder hell auf. 

Brigitte Kowanz, Lichtgeschwindigkeit, Lichtkunst in Unna, visuelles Spektakel, Zahlen in Neonbeleuchtung, 11,5 sec
Brigitte Kowanz, Lichtgeschwindigkeit – 11,5 m / sec, 1989/90, ZFIL, Foto: Frank Vinken

Die Arbeit Lichtgeschwindigkeit 11,5 M/Sek von Brigitte Kowanz zeigt das Phänomen der Lichtgeschwindigkeit. Unsere Vorstellungskraft reicht nicht aus, um zu realisieren, wie schnell die Lichtgeschwindigkeit wirklich ist. Wie also kann man das darstellen? Im Bruchteil einer Sekunde legt das Licht die Strecke von 11,5 Meter zurück. 

Wir werfen einen Blick durch die Glasplatte in die Tiefe und erkennen aufleuchtende Wörter. Später, also in den unterirdischen Gängen der ehemaligen Brauerei angekommen, können wir durch den ehemaligen Paternosterschacht hochschauen und mehr entdecken.

Joseph Kosuth: Lichtkunst-Hommage an Heinrich Heine

Lichtkunst in Unna ­– ein visuelles Spektakel  | Was kann Kunst
Joseph Kosuth, Die Signatur des Wortes (Licht und Finsternis), 2001, ZFIL, Foto: Frank Vinken – Ein Blick auf das Kunstwerk, dass man als Besucher:in nicht hat

Der erste Raum begeistert mich bereits total. Ein leicht abfallender Zickzack-Steg führt auf halber Höhe durch den Raum und damit direkt ins Kunstwerk. In die Tiefe blickend, lese ich Fragmente eines Gedichtes: „… es wird Licht …“ und ein bisschen weiter ein neuer Blickwinkel: „… Finsternis … wilde Bestien …“ Je nachdem, wo ich stehe, sehe ich immer einen anderen Textausschnitt. Der Laufsteg verhindert eine Sicht auf die komplette Textpassage und die Glaswände spiegeln zusätzlich Teile des lyrischen Werks. Aus Neonröhren hat Joseph Kosuth Passagen aus Heinrich Heines Text geformt: 

„Der Mensch braucht nur seinen Gedanken auszusprechen, und es gestaltet sich die Welt, es wird Licht oder es wird Finsternis, die Wasser sondern sich vom Festland, oder gar wilde Bestien kommen zum Vorschein. Die Welt ist die Signatur des Wortes.“ 

Lichtkunst in Unna, Heinrich Heine, Neonröhren formen Wörter, Joseph Kosuth, Zickzack Steg durch den Raum
Joseph Kosuth, Sie Signatur des Wortes (Licht und Finsternis), 2001, Zentrum für internationale Lichtkunst Unna, Detail der Ausstellungsansicht

Der Text stammt aus Heines Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland von 1834/52. Der Konzeptkünstler und mehrfacher documenta-Teilnehmer Kosuth arbeitet sehr oft mit Text in seiner Kunst. Warum er sich Heines Story für das ‚Gute und das Böse im Menschen‘ angeeignet hat, kann ich nur mutmaßen. Heine, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, beschrieb darin, wie eine Idee zu einem Gedanken wird und dieser dann zur Tat werden kann, mit den entsprechenden Konsequenzen. 

Begegnung mit dem ICH von Jan Van Munster 

Lichtkunst in Unna,  Neonröhren formen Wörter, Jan van Munster,  ich, Je, Ik, Patanosterschacht, blaue Wörter
Jan van Munster, Me (in Dialogue), 2005, ZFIL, Foto: Frank Vinken

Unten im Paternosterschacht angekommen können wir hochschauen, und sehen andere Besucher, die so wie wir vorher, durch die Glasscheibe nach unten blicken. Die Sicht wird gestört durch abwechselnd blau aufleuchtende Neon-Wörter: ICH oder JE oder IO oder JAG oder JA oder BEN … Das ICH ist insgesamt in zehn verschiedenen Sprachen vorhanden: Viele „Ich“-Identitäten! Und sie führen scheinbar einen Dialog mit sich selbst. Jedes Wort kommt zweimal vor. 

Unendliches Licht von James Turrell 

James Turrell, Floater 99, Unendlichkeit, Violett, Lichtkunst Zentrum in Unna
James Turrell, Floater 99, 1999/2001, ZFIL

Die beiden Highlights der Dauerausstellung im Zentrum für Internationale Lichtkunst sind die Arbeiten von James Turrell. Der in Los Angeles geborene Künstler zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Lichtkunst. Turrell erforscht mit künstlerischen Mitteln wie wir Raum und Licht wahrnehmen. Im Floater 99 scheinen wir uns im diffusen Licht aufzulösen: Der Raum ist sanft in hellem Blau beleuchtet und über Rosa geht das Licht schließlich in ein tiefes und magisches Violett über. Das Licht umhüllt mich und der Raum scheint sich zu öffnen: Keine Wände, keine Ecken und keine Decke. Ein faszinierendes Spiel mit der Physik, das mich sowohl staunen als auch genießen lässt.

James Turrell, Floater 99, Unendlichkeit, Violett, Lichtkunst Zentrum in Unna
James Turrell, Floater 99, 1999/2001, ZFIL, Foto: Frank Vinken
James Turrell, camera obscura, Unendlichkeit, Himmel, Lichtkunst Zentrum in Unna
James Turrell, Skyspace, 2009, ZFIL


Das zweite Werk von James Turrell gehört zu der Serie der sogenannten Skyspaces und basiert auf dem Prinzip einer Camera Obscura. Wir stehen um eine runde Glasscheibe am Boden und schauen auf den Himmel hinunter. Es ist der reale und aktuelle Himmel, der auf die Platte zu unseren Füßen projiziert wird. Wir sind dem Himmel besonders nah und freuen uns, dass am Firmament etwas passiert: Wolken ziehen vorbei, ein Vogel fliegt ins Bild und auf der anderen Seite wieder heraus. Bei wolkenlosem blauem Himmel würde man nur auf eine blaue Fläche schauen – langweilig.

James Turrell, camera obscura, Unendlichkeit, Himmel, Lichtkunst Zentrum in Unna
James Turrell, Skyspace, 2009, ZFIL

Später betrachten wir den ‚originalen‘ Himmel über unseren Köpfen durch die runde Öffnung des breiten Beton-Trichters. Unterschiedliche farbige Lichter beleuchten die Innenseite der Röhre und derselbe Himmel erscheint, je nach Lichtfarbe, selbst in einer anderen Farbe – faszinierend.

Licht und Klang verschmelzen bei Rebecca Horn 

Rebecca Horn, Lichtkunst in Unna, Lotusblumen, Kupfertrichter, Spiegel, Gesänge von Walen
Rebecca Horn, Lotusschatten, 2006, ZFIL, Foto: Frank Vinken

Ich kannte die deutsche Bildhauerin und Aktionskünstlerin Rebecca Horn bisher nicht als Lichtkünstlerin. In Unna steht das riesige mechanische Kunstwerk Lotusschatten. Das Gebilde, aus sich windenden Armen aus Kupferrohren und Kupfertrichtern füllt den Kellerraum. Wie Lotusblumen wachsen die blütenähnlichen Gebilde in den Raum hinein. Sie sind mit Spiegeln oder Glühbirnen bestückt. Lichtreflexe und Schatten bewegen sich über die Wände. Die Bewegungen der Installation werden durch Töne begleitet:  Der Gesang von Walen, begleitet durch Oberton-Klänge des neuseeländischen Musikers Hayden Chisholm erzeugen eine sphärische Atmosphäre. Ich bin entzückt.

Farbenfrohes Statement von Maurizio Nannucci 

Never Move Far From Color, Maurizio Nannuzzi, bunde Buchstaben aus Neonröhren formen Wörter, klassizistischer Keller, Säulen
Maurizio Nannucci, Never Far From Color, 2017/18, ZFIL

Absolut Social-Media-tauglich ist der farbenfrohe Schriftzug des italienischen Künstlers Maurizio Nannucci: NEVER MOVE FAR FROM COLOR.

Ich lese eine politisch motivierte Botschaft für mehr Vielfalt in dem riesigen Neon-Gedicht – weil ich möchte, dass es nicht nur schön aussieht. Der Schriftzug steht außerdem in einem besonders repräsentativen Kellerraum: Klassizistische Säulen und ein hübsches Deckengewölbe.

Eine Lasershow von Margareta Hesse 

Touch the Light, Margareta Hesse, rote Laserlinien, Sonderausstellung im Zentrum für Lichtkunst in Unna
Margarete Hesse, Tochter the Light, 2023, Installation im ZFIL

In der Sonderausstellung Touch the Light von Margareta Hesse tauche ich in rotes Laserlicht im dunklen Kellergewölbe ein. Die Berliner Künstlerin schafft raumgreifende Installationen mit ihren Laser-Arbeiten. Feiner Nebel und rote, grell leuchtende Lichtschranken durchziehen die Räume, bilden ein leuchtendes Netzwerk. Wir gehen durch die roten Linien, die der (ungefährliche) Laser durch den Raum zieht. Obwohl ich weiß, dass ich einfach hindurch gehen kann, denkt mein Gehirn jedoch, ich müsse ein Hindernis durchbrechen. Rot signalisiert Gefahr und die Lichtlinie wirkt massiv. Die Licht-Skulpturen zu durchschreiten und zu erkunden ist daher ein besonderes Erlebnis für alle Sinne.

Olafur Eliassons Wasserfälle 

Olafur Eliasson, Wasserfall, Lichtkunst in Unna, Stroboskopen Licht,
Olafur Eliasson, The Reflecting Corridor. Draft for Stopping Free Fall, 2002, ZFIL, Foto: Frank Vinken

Das Werk hat mich gar nicht so sehr fasziniert. Weil Eliasson jedoch bekannt ist, erwähne ich es hier. Viele seiner immersiven Kunstwerke, die die Natur imitieren oder in sie eingreifen, kommen spektakulär daher. Hier in Unna laufe ich über einen Laufsteg, und Stroboskoplicht erhellt immer wieder blitzartig die mich rechts und links flankierenden Wände aus Wasser, also Wasserfälle. Das Wasserrauschen ist sehr laut. Im ersten Moment scheint mir die ganze Installation eher ein Lichteffekt zu sein, das Wasser fällt jedoch tatsächlich. Das Licht bewirkt, dass die Tropfen in der Luft hängen zu bleiben scheinen – als ob der freie Fall durch das Licht gestoppt wird.

Scannen in Lebensgröße zum Abschied

Lichtkunst in Unna
Blendet, TouchME, ZFIL, Foto: Frank Vinken

Am Ausgang können wir einen Scan von uns machen lassen. Blendid, das Künstler-Duo David Kousemaker und Tim Olden, schufen eine Installation namens TouchMe. Wir platzieren uns vor der riesigen Glasscheibe. Jeder der sich dagegen presst, wird aufgenommen. Das System speichert die Fotos als Dauerschleife, wenn man dem zugestimmt hat. 

Fazit 

Gerne hätte ich noch über die einfach berührende Arbeit Kiss Voyeur von Stephan Reusse geschrieben, bei der sich, nur durch neonblaue Umrisse erkennbare, Köpfe annähern und küssen und wieder voneinander lassen. Und die Beschreibung meiner getäuschten Augen, die Grün sehen, nachdem ich lange in rote Lichter starrte, weil Grün die Komplementärfarbe von Rot ist und viele weitere Licht-Skulpturen würden die Länge dieses Artikels sprengen.

Also: Die Lichtkunst in Unna ist unbedingt einen Besuch wert! 

Lichtkunst, Stephan Reusse, Kiss Voyeur, ZFIL, Foto: Thomas Köster
Stephan Reusse, Kiss Voyeur, ZFIL, Foto: Thomas Köster
Keith Sonnier, Tunnel of Tears for Unna, 2002, ZFIL, blaues licht aus vielen verschnörkelten Neonröhren erhellt den Tunnel in Unnas Lichtkunstmuseum
Keith Sonnier, Tunnel of Tears for Unna, 2002, ZFIL

Ertes Beitragsbild: Keith Sonnier, Tunnel of Tears, ZFIL, Foto: Frank Vinken

Lichtkunst in Unna ­– ein visuelles Spektakel  – Britta Kadolsky

Diesen Beitrag teilen:
Newsletter

Wenn ihr keinen Beitrag verpassen und über neue Artikel informiert werden möchtet, abonniert meinen Newsletter.

"Was kann Kunst" ist auch auf:

Thomas Bayrle erfindet das Große im Kleinen 

britta kadolsky am 9.3.2026

Individuum und Masse: Das war von Anfang an Thomas Bayrles Thema, und es zieht sich über sechs Jahrzehnte bis heute durch.  Die Glücksklee-Dose als Spiegel des Konsums In den Gartenhallen... Weiterlesen

Xenia Hausner: Schafft eine Bühne für selbstbestimmte Frauen

am 16.2.2026

Ich bin von Xenia Hausners Malerei schon lange begeistert. Nun habe ich sie in Wien getroffen.  Seit Jahren ziehen mich ihre farbintensiven, großformatigen Gemälde (meist) von Frauen an. Sie schauen... Weiterlesen

Ikonen der Kunstgeschichte

Saskia Wolf am 21.1.2026

Ein Gastbeitrag von Saskia Wolf: Heute sprechen wir über die Blockbuster der Kunstgeschichte. Kunstwerke, die zu Ikonen geworden sind. Wir kennen sie alle: Die Mona Lisa von da Vinci, den David von Michelangelo oder... Weiterlesen

Papier in der Kunst: Papier inspiriert Kunst über Jahrhunderte

britta kadolsky am 22.12.2025

Was Papier alles kann: Zeichnung, Skulptur, Installation von den Alten Meistern bis zu den Zeitgenossen Albertina – Faszination Papier Viele verbinden Papier in der Kunst noch immer vor allem mit... Weiterlesen

Warum belebt Ophelia Kunst und Popkultur?  

britta kadolsky am 17.11.2025

Ophelia ist wieder da: Taylor-Swift-Fans reisen nach Wiesbaden, um ein Gemälde zu sehen, das plötzlich zum Pilgerort geworden ist: Friedrich Heysers Ophelia.  Das Gemälde, das die amerikanischen Popsängerin zu ihrem... Weiterlesen

Fünf Graphic Novels, die Kunst neu erzählen

britta kadolsky am 3.11.2025

Graphic Novels verwandeln Kunst in Geschichten Graphic Novels über Kunst sind ein junges, aber wachsendes Genre. Sie verbinden Erzählung, Zeichnung und Kunstvermittlung – ohne den belehrenden Ton klassischer Kunstgeschichte. Statt... Weiterlesen

5 berühmte Künstlerpaare der Kunstgeschichte - Zwischen Passion und Untreue

Saskia Wolf am 18.10.2025

Ein Gastbeitrag von Saskia Wolf: Heute stelle ich dir fünf bekannte Künstlerpaare vor. Die Auswahl ist nicht einfach, denn es gibt so viele kreative Geister, die sich gefunden haben. Um ein paar... Weiterlesen

Max Liebermann – Maler des Lichts und des Lebens

britta kadolsky am 26.9.2025

Max Liebermanns berühmtester Satz: „Ick kann jar nich so ville fressen, wie ick kotzen möchte“ ist von 1933. Er soll ihn damals auf dem Balkon seines Hauses am Pariser Platz... Weiterlesen

Chaos, Körper, Farben: Die Kunst von Pipilotti Rist

britta kadolsky am 27.8.2025

Von blauen Spaghetti und zärtlichem Ekel – Pipilotti Rists radikale Bilder Ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich wegdrehen soll. In ihrer Videoarbeit Pepperminta (2009) zoomt Pipilotti Rist gnadenlos nah an... Weiterlesen

CIA, Kunst und Kalter Krieg: Die documenta II 1959

britta kadolsky am 17.7.2025

Kunst als Waffe: Wie die CIA den Abstrakten Expressionismus im Kalten Krieg nutzte Was haben Jackson Pollock und die CIA gemeinsam? Propaganda für die Demokratie! Jahrzehntelang war es nur ein... Weiterlesen

Kunst beim Spazierengehen: 10 Skulpturen in Frankfurt 

britta kadolsky am 2.7.2025

Kunst für alle, Skulpturen mitten in Frankfurt Die Sonne scheint, der Sommer ist da: Eine gute Gelegenheit, um Kunst draußen, im öffentlichen Raum in Frankfurt zu erkunden. Zwischen der dominanten... Weiterlesen

David Hockney  - Zwischen Licht und Linie

britta kadolsky am 25.5.2025

Türkis, Sonne, Swimmingpool – David Hockneys kalifornischer Traum Es beginnt mit einem Platschen. Ein Moment eingefrorener Bewegung: eine spritzende Fontäne, eingefasst in Türkis und Azur. David Hockneys Poolbilder sind nicht nur Gemälde –... Weiterlesen

Im Innern des Papiers – Skulpturen von Angela Glajcar

britta kadolsky am 7.5.2025

Ein Tag mit Angela Glajcar Mit einem leichten Ruck schiebt Angela Glajcar die nächste Bahn Papier über den Tisch. Einen Meter fünfzig lang, dick wie Karton, doch in ihren Händen... Weiterlesen

April, April: Die Kunst des Täuschens 

britta kadolsky am 13.4.2025

Trompe-l’œil, Illusion, Op-Art & Virtual Reality – Wie Kunst unsere Sinne täuscht Täuschung fasziniert, weil sie unsere Wahrnehmung auf die Probe stellt. Ob als geschickter Streich oder meisterhafte Illusion –... Weiterlesen

Andreas Mühe – Im Banne des Zorns

britta kadolsky am 16.3.2025

Vom Zorn zur Gewalt: Mühe zeigt die Gesichter des Terrors Kommen manche Menschen bereits kriminell auf die Welt? Eine provokante Frage. Andreas Mühe stellt sie. Und beantwortet sie auch.  Sechs große... Weiterlesen

Martin Kippenberger - Ein Künstler, der Wettsaufen und Punkmusik liebte

britta kadolsky am 18.2.2025

Dies ist die Geschichte eines tragischen und viel zu kurzen Künstlerlebens: Martin Kippenberger trank, feierte und provozierte, als gäbe es kein Morgen. Der deutsche Maler, Bildhauer, Musiker einer Punkband und Selbstdarsteller... Weiterlesen

Die Zahl 100 in der Kunst: Symbolik und Bedeutung

britta kadolsky am 23.1.2025

Anlässlich meines 100. Artikels  Die Zahl 100 ist mehr als eine Ziffer – sie symbolisiert Ganzheit, Vollständigkeit und manchmal sogar Unendlichkeit:  Auch in der Kunst hat die 100 eine besondere... Weiterlesen

Frauenpower: Künstlerinnen und Erfinderinnen

Saskia Wolf am 16.12.2024

Frauen haben über alle Jahrhunderte hinweg mit ihren Erfindungen die Welt verändert oder als Malerinnen Karriere gemacht. Bis ins 19. Jahrhundert war es jedoch den Frauen in Europa verboten eine... Weiterlesen

Hans Haacke: Politische Kunst mit Tiefgang

britta kadolsky am 2.12.2024

Hans Haacke: Eine Legende politischer Konzept-Kunst in der Schirn Kunsthalle Frankfurt Frustriert verließ ich diese großartige Ausstellung. Ein Widerspruch? Keineswegs! Ich war schlicht zu naiv: Kunst begeistert mich immer, egal,... Weiterlesen

Kunst unter Bäumen – der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt 

Ruth Fühner am 10.11.2024

Eine Skulpturensammlung mitten im Wald – das ist der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt, den die Kuratorin Ute Ritschel vor 22 Jahren ins Leben gerufen hat. Alle zwei Jahre lädt sie... Weiterlesen

Blut, Fleisch, Kot: Ungewöhnliche Materialien in der Kunst:

britta kadolsky am 28.10.2024

Blut in der Kunst: Vom Symbol zum Werkstoff  Eine Skulptur aus Blut: Alle fünf Jahre fertigte der britische Künstler Marc Quinn eine Büste von sich an – aus seinem eigenen Blut. Bei seiner... Weiterlesen

Kunst und Kamera: Die vergessene Geschichte der Fotografinnen

britta kadolsky am 1.10.2024

Weibliche Fotografie-Pioniere Das ikonische Schwarzweiß-Foto erzählt nicht etwa die Geschichte einer Frau, die sich in der Badewanne wäscht. Erst auf den zweiten Blick erkennt man am Rand ein Bild von... Weiterlesen

Der Die dADa – Unordnung der Geschlechter

britta kadolsky am 5.9.2024

Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen Die mit pompöser Federboa auf dem Kopf und schmuckvoll drapiertem Kleid kostümierte Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven blickt uns am Eingang der Ausstellung mit extravaganter Pose... Weiterlesen

Der Skandal um den Kunstfälscher Beltracchi

britta kadolsky am 8.8.2024

Beltracchi und der gefälschte Campendonk Seit Langem hege ich den Plan, einen Artikel über Kunstfälscher zu schreiben. Nun bietet mir der wohl größte Kunstfälscherskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte um Wolfgang Beltracchi... Weiterlesen

Maurizio Cattelan: Italiens Skandalkünstler 

Britta Kadolsky am 15.7.2024

Wie Maurizio Cattelan die Kunstwelt schockiert Ob es eine goldene Toilette oder ein niedergestreckter Papst ist – Maurizio Cattelan versteht es wie kein anderer, mit seinen drastischen Installationen die Grenzen... Weiterlesen

Zeitgenössische Selbstporträts und ihre verschleierten Botschaften

britta kadolsky am 29.6.2024

Facetten des Selbst: Ein Blick auf fünf einzigartige Selbstporträts in der zeitgenössischen Kunst  Selbstporträts haben eine lange Tradition in der Kunstgeschichte. Künstler wie Rembrandt, Van Gogh und Frida Kahlo schufen... Weiterlesen

Warum die Menschheit ins All muss: Antworten aus dem deutschen Pavillon

britta kadolsky am 16.6.2024

Der deutsche Pavillon in Venedig auf der 60. Biennale  Der deutsche Pavillon auf der Venedig-Biennale beeindruckt durch seine monumentale Architektur, die aus der Zeit der Nationalsozialisten stammt. Künstler:innen, die die... Weiterlesen

Die Top 10 der Biennale in Venedig 2024 (2)

Britta Kadolsky am 31.5.2024

Meine persönlichen Favoriten auf der 60. Biennale für zeitgenössische Kunst – Teil 2: Die Länderpavillons Die Länderpavillons auf der Biennale in Venedig und die ewige Diskussion darum, ob sie in der heutigen Zeit... Weiterlesen

Die Top 10 der Biennale in Venedig 2024

britta kadolsky am 23.5.2024

Meine persönlichen Favoriten der 60. Biennale für zeitgenössische Kunst – Teil 1: Die Hauptausstellung Ich liebe es, die Kunstbiennale in Venedig zu besuchen. 129 Jahre gibt es die Riesenshow nun schon. ... Weiterlesen

Käthe Kollwitz: Kunst als Ausdruck für tiefe Emotionen

britta kadolsky am 17.4.2024

Käthe Kollwitz: Kunst als Ausdruck für tiefe Emotionen Ich mochte die Kunst von Käthe Kollwitz schon immer. Wenn ich in Berlin in der Nähe des Pracht-Boulevards Unter den Linden bin, besuche ich... Weiterlesen