Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn

britta kadolsky

Alles Plastik dieser Welt – ein ewiger Kunst-Stoff 

Plastik – dazu fallen mir spontan erst mal negative Assoziationen ein: Die Lebensdauer von Plastik ist einfach zu lang, und das Material stellt ein großes Problem für unsere Umwelt dar. Wir produzieren 400 Millionen Tonnen jährlich. In unseren Weltmeeren, in der Arktis, auf unseren Müllhalden, in den Wäldern, in den Organen von Tieren und natürlich auch im Verursacher, also in uns selbst befindet sich ein Abfallprodukt – das Mikroplastik. Und es gibt noch immer keine Idee, wie wir Kunststoffe abbauen, sinnvoll und umfangreich recyclen oder am besten ganz vermeiden können.

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn
Schirn_Presse_Plastic_World_Ausstellungsansicht_07.jpg, Plastic World, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2023, Foto: Norbert Miguletz

Plastic World: Kunst, Konsum, Umwelt 

Wie gut funktioniert dann heutzutage eine Ausstellung über Plastik in der Kunst? Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt wagt es. In Plastic World stellt sie die Frage, was uns an diesem Material so fasziniert. Zum einen sind es sicherlich die Farben: Leuchtend grell und knallig, zart und pastellig oder auch transparent – mit Plastik ist alles möglich. Und faszinierend sind auch die glatten Oberflächen – neu und vor allem clean wirkt dieser Werkstoff. 

Zudem war Plastik in den 1960er Jahren ein willkommenes Material für die junge Künstlergeneration, die alles anders machen wollte als die konservative, vorherige Künstlerägide. Die Pop Art begrüßte das billige Material euphorisch. Bis dahin hatte man Kunststoff nicht als wertvoll genug für die bildende Kunst angesehen. Die Vorteile jedoch waren überzeugend: Plastik ist ein Alleskönner, was Formen betrifft. Und in der Farbenvielfalt der Pop Art spiegelten sich die bunten Plastik-Massenwaren des Konsums, die die jungen KünstlerInnen so faszinierten. 

Plastik ist übrigens nur ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für die unzähligen unterschiedlichen Arten von Kunststoff: Styropor, Nylon, Plexiglas, Polyethan, Polyethylen, PET, PVC, …

Die Anfänge von Plastik in der Kunst

Am Eingang zur Ausstellung werde ich von einem alten Bekannten aus Frankfurt ‚begrüßt‘: Thomas Bayrle, der deutsche Pop Art Künstler. Sein Werk Tassentasse von 1969/96 stellt eine Teetasse dar: Viele kleine Teetassen aus Kunststoff ergeben, in Serie gereiht und gestapelt, die Superform – eine typische Bayrle-Arbeit.

Nana zum Aufblasen, Niki de Saint Phalle, Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn
Niki de Saint Phalle, Nana by Niki, 1968, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle

Zwei aufgeblasene Plastik-Nanas hängen von der Decke: Eine Hommage an Niki de Saint Phalle, der hier die vorherige Ausstellung gewidmet war. In einer Vitrine darunter zeigt sich direkt ein Problem des Kunststoffs: Eine aufblasbare Nana liegt schlaff und formlos im Schaukasten. Kunststoff, in diesem Fall ist es PVC, ist eben doch fragil und nicht bis in alle Ewigkeit haltbar. Ein Problem für die Umwelt, da die billigen Plastikobjekte gut und günstig in Massen reproduzierbar sind. 

Tom Wesselmann, erotische rote Frauenlippen mit einer Zigarette, Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn
Tom Wesselmann, Smoker Banner, 1971, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle

Dieses Relief aus genähten Vinyl-Leinwänden zeigt große rote Frauenlippen, die leicht geöffnet sind und eine Zigarette halten. Große Rauchwolken unterstreichen die erotische Intention. Smoker Banner von 1971 ist von Tom Wesselmann – natürlich. Der Pop Art Künstler der ersten Generation arbeitete immer das Erotische der Frau heraus.

Kunst, Ökologie, Konsum und Umwelt

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, rote Anemone, Otto Piene
Otto Piene, An Air Aquarium, 1976/2023, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle Frankfurt

Enorm beeindruckend, allein, weil es so riesig ist: Otto Pienes Werk Anemones: An Air Aquarium von 1976 – ursprünglich. Es wurde, da das Plastik bereits angegriffen war, 2023 reproduziert. Ist das heutzutage noch in Ordnung? So stellt die Schirn in ihrer Presseerklärung denn auch fest: „Die zu ihrer Entstehungszeit poetische und spielerische Dimension der Arbeit wird heute durch das Wissen um die Verschmutzung der Meere durch (Micro-)Plastik überlagert.“ Und die Schirn lässt ein Kunstwerk erneut aus Plastik herstellen – ein Dilemma, in dem wir uns alle mit unserem Konsum befinden.

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, Britta kadolsky, Otto Piene
Otto Piene, An Air Aquarium, 1976/2023, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle Frankfurt

Für die riesige begehbare Installation hat die Schirn jedenfalls rund 160 qm reserviert. Bis zu 8 Meter hohe, durchsichtige Seeanemonen werden durch ein elektrisches Gebläse zur aufrechten Form aufgeblasen. Daneben stehen riesige rote mehrarmige Sterne im Raum ­– und bewegen sich: Sobald der Kompressor keine Luft mehr bläst, fallen die Arme herunter. Am Boden liegen monumentale Hummer aus durchsichtiger TPU-Folie. Ich fühle mich nicht wie in einer Unterwasserwelt (so der Wandtext), jedoch ist die begehbare Installation mindestens für ein paar Selfies hervorragend geeignet und Monumentalität beeindruckt mich fast immer. Otto Piene, der deutsche Künstler und Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, ist eigentlich für seine lichtkinetischen Arbeiten bekannt geworden, nachdem er 1958 den sogenannten Nullpunkt der Kunst – den Neubeginn der Malerei ausgerufen hatte.

Die Künstlergruppe des Nouveau Réalisme sieht, im Gegensatz zu den Pop Art Künstler:innen, Plastik nur als Wegwerf-Produkt: Müll, Trash. Der französisch-US-amerikanische Objektkünstler Arman experimentiert in den 1960er Jahren mit dem Material. In seinen Skulpturen und Assemblagen thematisiert er den Konsumrausch, der mit Kunststoff einhergeht und stellt fest:

„Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Sicherheitsgefühl unserer Gesellschaft auf einem Hamsterinstinkt beruht, der in Schaufensterauslagen, Fließbändern und Abfallbergen offen zu Tage tritt. Als Zeuge dieser Gesellschaft habe ich mich schon immer intensiv mit dem pseudobiologischen Zyklus von Produktion, Konsum und Vernichtung befasst. Und es beunruhigt mich schon lange, dass eine der offensichtlichsten konkreten Folgen dieses Zyklus darin besteht, unsere Welt mit Ramsch und überzähligen Ausschusswaren zu überschwemmen.“ (1973)

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, Arman, Rasierer in einer Acrylbox, Nouveau Realisme
Arman, Accumulation rasoirs (pour Ben), 1960

In einer durchsichtigen Box aus Acrylglas sind unzählige Elektrorasierer und Kabelreste angehäuft. Die Arbeit Akkumulation von Rasierapparaten (für Ben) ist von 1960. Akkumulation nennt Arman seine Objektkunst: Verbrauchte Zivilisationsgegenstände gleicher Machart bekommen durch die Zusammenstellung eine neue Ästhetik und weisen in ihrer Vielzahl auf den übertriebenen, schädlichen Konsum hin.

Überrascht bin ich von den Plastiken von César. Bisher habe ich bei dem französischen Bildhauer, der ebenfalls Mitglied der Künstlergruppe des Nouveau Réalisme war immer an Metall gedacht, denn ich kenne seine Bronzeskulpturen von Körperteilen und seine komprimierten Autoskulpturen, die aus der Schrottpresse zu kommen scheinen. Aber er hat auch Plastik komprimiert, genauer: Plexiglas. In seinem Werk Enveloppage von 1971 ist eine sehr alte Schreibmaschine in eine durchsichtige Plexiglasscheibe eingehüllt. Die Verpackung hat die Form eines achtlos zusammen gefalteten großen durchsichtigen Taschentuchs und mit viel Fantasie kann man auch einen Umschlag (envelope) erkennen.

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, brauner riesiger Klecks aus Schaum, Cèsar, Expansion
César, Expansion, 1991, 50 x 278 x 260 cm, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle

Außerdem zeigt die Schirn eine Reihe seiner Expansions, wofür César Polyurethanschaum ausgoss und ihn sich ausdehnen ließ. Diese Arbeiten finde ich eher uninspiriert, sie zeugen jedoch von der Experimentierfreude der Künstler zu jener Zeit, die den Zufall in ihre Kunst integrierten. Eine riesige Plastik aus der Reihe der Expansions von Caesar ist von 1991: Der mächtige Klecks wirkt, wie vom Himmel gefallen, und die braune Farbe erinnert sehr an weiche ‚Stoffwechsel-Endprodukte‘.

Architektur und Plastik

Hans Hollein erfindet das Mobile Büro, Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, Filmstill schwarzweiß, Hollein sitz in einer winzigen aufblasbaren Form mit Telefon und Schreibmaschine
Hans Hollein, Eben gelandet. Hans Hollein in seinem mobilen Büro, 1969, Video, S/W, Ton, 2:27 Min. (Ausschnitt aus der Fernsehdokumentation „Das österreichische Porträt, Folge 19: Hans Hollein“), Produktion: Telefilm im Auftrag des ORF, © ORF, Courtesy Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, © Privatarchiv Hollein

Wirklich erfrischend ist Hans Holleins aufblasbares Objekt von 1969. Bevor das dazugehörige Video überhaupt zu sehen ist, höre ich schon seinen schnarrenden, österreichischen Akzent. Hans Hollein erklärt darin sein von ihm entworfenes Mobiles Büro und verkündet dem Kunden am Telefon: „Ihr Haus ist fertiggestellt. Ein ganz modernes Design!“ Neben dem Bildschirm steht der winzige, nur etwa 3 Kubikmeter umfassende Raum – gefertigt aus durchsichtiger PVC-Folie, angeschlossen an ein elektrisches Gebläse und ausgestattet mit Schreibmaschine und Telefon (fun fact: damals gab es ja nur Festnetz-Telefone). Aber die Idee des Home-Office hat Hans Hollein fünfzig Jahre vorweggenommen – visionär und herrlich augenzwinkernd und erheiternd.

Kritische Auseinandersetzung mit Plastik

Endlich: Eine von wenigen kritischen Positionen ist das Video Barrenderos von 2004.

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, Filmstill, Francis Aly1s, Straßenfeger in Mexico City, Müll
Francis Alÿs, Barrendeos, 2004, Mexico City, Filmstill

Der in Mexiko lebende belgische Künstler Francis Alÿs macht Plastikmüll zum Thema seiner Dokumentation. Alÿs filmt die nächtliche Arbeit von Straßenkehrern in Mexico City. Fast sieben Minuten lang kann ich verfolgen, wie Plastikmassen die Straßen zumüllen: Plastikflaschen, Plastikverpackungen und Plastiktüten häufen sich am Ende des Films auf einem riesigen Müllberg. Da Francis Alÿs alle seine Videos im Internet frei zugänglich zur Verfügung stellt, kann hier der ganze Film geschaut werden.

Hübsch – bunt – groß – Plastik im 21. Jahrhundert

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, Ausrufungszeichen aus gelben Spülbürsten, Richard Artschwanger
Richard Artschwanger, Exclamation Point, 2008, 165 x 66 x 66 cm, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle

Sehr fotogen ist das demonstrativ im Raum platzierte Ausrufungszeichen aus grün-gelben Plastikbürsten von Richard Artschwager. Der US-amerikanische Künstler gehört mit seinen Objekten zur Minimal Art, und tatsächlich hätte ich seine Plastik eher in den 1960er oder 70er Jahren verortet – aber sie stammt von 2008.

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, Berta Fischer, Acrylgals Fragmente in pastellenen Farben organisch geformt, Wolke aus Plastik
Berta Fischer, Nironimox, 2023, Ausstellungsansicht Schirn Kunsthalle

Ebenso fototauglich ist die pastellig schimmernde Wolke aus Acrylglas-Fragmenten, die am Ende der Halle unter der Decke hängt: Nironimox ist eine Arbeit von Berta Fischer von 2023. Die Tochter von Konrad Fischer (der als Künstler Konrad Lueg hieß und von dem ebenfalls Arbeiten in der Ausstellung zu sehen sind), leitet die traditionsreiche Galerie ihrer Eltern in Düsseldorf und Berlin weiter und ist auch als Künstlerin tätig. Sie arbeitet gerne mit Kunststoff, aus dem sie eigenwillige, bizarre und poetische Skulpturen formt. Ästhetischer Schnickschnack aus Plastik, mehr ist es leider nicht.

Plastic World in der Schirn eröffnet zeitgleich mit einer Kooperations-Ausstellung im Senckenberg Naturmuseum. Dort beschäftigt man sich künstlerisch und wissenschaftlich mit Kunststoff und seiner Umweltbilanz und stellt eine Vision zukünftiger Ökosysteme aus. Reicht das als Auseinandersetzung?

Fazit

Das Thema Umweltverschmutzung ist bei dieser Ausstellung zu kurz gekommen. Was machen wir mit dem ganzen Plastik überall auf dieser Welt? Es ist in Ordnung, ein bisschen Hoffnung auf Pilze zu setzen, die anfangen, Plastik zu verstoffwechseln (wie bei Tue Greenfort). Aber insgesamt müsste ein Diskurs darüber in der Ausstellung mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.

Für die Kunstwerke der 60er und Anfang der 70er Jahren gilt: Damals war der Umweltgedanke noch nicht relevant. Aber: Der Club of Rome warnte bereits 1972 vor dem Kollaps der Erde. Wir verdrängen die Ölkrise (Erdöl ist die Basis vieler Kunststoffe), die uns 1973 autofreie Autobahnen an Wochenenden bescherte. Seit den 1970er Jahren ist klar, dass wir Menschen den Planeten versauen. Auch mit Plastik.

‚Plastik ist gekommen, um zu bleiben‘, wird die Kuratorin Martina Weinhardt oft im Katalog zitiert. Jedoch vermisse ich die Auseinandersetzung damit, gerade bei der Erstellung neuer Plastiken aus Plastik (haha – ein Wortspiel). 

An vielen ausgestellten Kunstwerken habe ich jedoch auch meine Freude gehabt. Und so mag die Ausstellung zumindest zum Nachdenken anregen, wie wir mit Kunststoff in unserem Leben umgehen wollen.

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn, bunte Plastikeimer
Schirn_Presse_Plastic_World_Ausstellungsansicht_04.jpg, Plastic World, Pascale Marthine Tayou, L’arbre à palabres, 2023, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2023, Foto: Norbert Miguletz

Plastic World, die aktuelle Ausstellung in der Schirn -britta kadolsky

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Wie die Moderne nach Berlin kam – Mariam Kühnel-Hussainis Roman ‘Tschudi’

von Ruth Fühner • am

Tschudi in Berlin Stellen Sie sich für einen Augenblick das großbürgerlich-kaiserliche Berlin um 1900 vor. Den Kurfürstendamm, das Westend, den Boulevard Unter den Linden. Den Rausch von Gründerzeitarchitektur, die hemmungslos Türmchen und Erker, Karyatiden und anderen Klingeling-Zierrat aufeinanderhäuft. Hinter den… Weiterlesen

Überraschung: Max Beckmann ist auch Bildhauer!

von britta kadolsky • am

Max Beckmann in Frankfurt – eine Ausstellung im Städel Die Museen haben wieder auf. Ich besuche das Städel, bevor nach ein paar Tagen alles wieder schließen muss. Die Beckmann Ausstellung im Städel ist klein, aber fein. Der Fokus liegt auf Beckmanns Jahren… Weiterlesen

Jeremy Shaw im Frankfurter Kunstverein

von britta kadolsky • am

Hurra – die Museen sind wieder auf Als erster unterrichtet mich der Frankfurter Kunstverein per E-Mail über die Öffnung. Jeremy Shaw wird im Frankfurter Kunstverein gezeigt. Ich verliere keine Zeit und reserviere direkt Tickets: Eine riesige Leinwand erwartet uns bereits im Eingangsbereich:… Weiterlesen

Online-Führung durch die Städel-Highlights

von britta kadolsky • am

Städel Sammlung: Die Highlights  „Museum für zu Hause – Live“ nennt das Museum seine Reihe der Online-Formate. Freudig nehme ich die Online-Führung über die Städel Highlights wahr.Ein Highlight ist die Online-Führung gleich aus mehreren Gründen:  Nun aber zur eigentlichen Kunst-Führung. Das Ticket bucht man online… Weiterlesen

Alfred von Meysenbug

von britta kadolsky • am

Comic-Autor, Maler, Illustrator und Plattencover-Gestalter von Udo Lindenberg Alfred von Meysenbug, einigen bekannt durch seine Comic-Bücher und die Illustration von Udo Lindenbergs Plattencovern, ist vor einem Jahr am 19. Februar gestorben. Meyse, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, hieß… Weiterlesen

Online-Führung durch die Balkenhol Ausstellung

von britta kadolsky • am

Was für ein wunderbares Angebot in Anbetracht der pandemiebedingten Schließung: Eine Online Führung durch die Ausstellung von Stephan Balkenhol im Duisburger Lehmbruck Museum.Die monumentalen bemalten Holzskulpturen des Bildhauers sind vielerorts im öffentlichen Raum zu bewundern. Fast in jeder großen Stadt… Weiterlesen

Das Blaue vom Himmel

von Ruth Fühner • am

Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse der Farbe Blau.  Keine Spur von Blau, auf diesem Bild der National Gallery in London. Es ist, da sind sich die Experten weitgehend einig, wohl ein echter Michelangelo – wenn auch nicht gerade einer… Weiterlesen

Die Liaison von Kunst und Werbung

von britta kadolsky • am

Was haben Kunst und Mode gemeinsam? Momentan, in der Pandemie: Museen, Modehäuser und Boutiquen haben geschlossen.Aber es gibt noch andere Zusammenhänge . . . Einer der bekanntesten liegenden Frauenakte der Kunstgeschichte ist Manets Olympia; 1865 löste das Bild bei der… Weiterlesen

Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter

von Ruth Fühner • am

Eine nackte Frau mit blonder Bienenkorbfrisur schreitet eine Treppe herab. Frontalansicht, leicht unscharf. Die Farben: wie auf einem der ersten Farbfotos, ausgeblichen, die Treppe grünlich. Ema, 1966. 2 Meter mal einsdreißig.  Graue Rechtecke. Monochrom. Die Farbe mal mit grobem Pinsel gleichmäßig… Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 2

von britta kadolsky • am

Museumsarchitektur in ehemaligen Industriebauten  Im 1. Teil habe ich bereits die Frage gestellt: Welche Chance hat die Kunst neben der bombastischen Museumsarchitektur von heute? Dazu habe ich spektakuläre architektonische Meisterleistungen gezeigt, die eigens für die Präsentation von Kunst gebaut wurden. … Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 1

von britta kadolsky • am

Bei meinen Besuchen in den diversen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst fällt mir immer wieder auf, wie beeindruckend Museumsarchitektur sein kann.  Ich denke hierbei an Bauten wie  Zusätzlich imponieren ehemalige Industriegebäude, die mittlerweile als Museum fungieren.  Selbstverständlich sind auch… Weiterlesen

Kunst im Berliner Technoclub Berghain: Teil 2

von britta kadolsky • am

Teil 2/2: Studio Berlin – Panoramabar, Schlackekeller,große Halle. Der 2. Teil meines Artikels über die großartige Ausstellung im Technoclub (Hier gehts zum 1. Teil). Dort habe ich über die Ausstellung im Main Dancefloor, der Klobar und die Toiletten berichtet.  Für… Weiterlesen

Berlin: Kunst im legendären Technoclub Berghain

von britta kadolsky • am

Teil 1/2: Studio Berlin – Main Dancefloor, Klobar, Unisex Toiletten.  Eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in einem der coolsten Clubs Deutschlands: das passt zusammen! Wie allgemein bekannt und x-mal erwähnt: die Clubszene liegt seit Corona brach und die Clubs kämpfen… Weiterlesen

Wo Banane drauf ist, ist Kunst drin!

von britta kadolsky • am

Die Banane ziert Eingänge zur Kunst Alle, die sich für Kunst interessieren haben die knallgelbe Spray-Banane sicherlich schon mal an einer Häuserwand gesehen. Die Banane sieht aus wie aus einem Comic entsprungen. Die sehr einfache Form in Gelb mit den wenigen schwarzen… Weiterlesen

Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein

von britta kadolsky • am

“Blue has no dimension it is beyond dimensions.” Yves Klein Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein Endlich war ich, nach der Corona-bedingten Schließung, mal wieder im Städel. Die Gegenwartskunst im unterirdischen Erweiterungsbau, den Gartenhallen, ist ganz neu gehängt worden…. Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg?

von britta kadolsky • am

Die alte Diskussion… Von wem stammt eigentlich dieses Zitat? Es wird mittlerweile recht häufig benutzt, insbesondere um auszudrücken, dass man das jeweilige Kunstwerk nicht als ein solches anerkennen will. Ich möchte in diesem Artikel der Herkunft auf den Grund gehen und… Weiterlesen