Peter Fink – Foto-Ausstellung in Frankfurt

britta kadolsky

Ein kleiner Schatz ist im Fotografie Forum Frankfurt zu entdecken: Die Foto-Ausstellung My Mind’s Eye zeigt Fotos von Peter Fink (1907 bis 1984) aus seinem über 30-jährigen Schaffen.
Der renommierte amerikanische Fotograf war zu Lebzeiten, insbesondere in den USA, sehr bekannt, eigentlich ein Star. Seine Fotos hängen im Metropolitan Museum of Art in New York, im MMK in Frankfurt, in der Nationalbibliothek Frankreichs in Paris und vielen weiteren bedeutenden Sammlungen. In unzähligen Ausstellungen wurden seine Werke gezeigt. Außerdem veröffentlichte er Fotobände.

Foto-Ausstellung

Finks Fotos sind überwiegend schwarz-weiß und zeigen eine beeindruckende Themenvielfalt: Auf seinen Reisen liebte er es Straßenszenen mit seiner Kamera festzuhalten. Aber auch Modefotografie, Werbefotografie und Portraits, darunter viele Fotos von Celebrities bereichern sein Werk.

Ausstellungsansicht Peter Fink, MY MIND’S EYE, FFF Fotografie Forum Frankfurt

Zunächst studierte Fink Kunst in Chicago und arbeitete danach in einem Unternehmen, das maßangefertigte Teppiche mit Sujets aus der Kunstwelt produzierte. Danach war Fink bei französischen Luxuslabels tätig: Modefotograf und Produktdesigner bei dem Couturier Lucian Lelong und Produktdesigner bei Lanvin Parfums. Werbefotografie und die Gestaltung von Showrooms schulten sein Auge für die Ästhetik und spiegeln sich in seinen Fotos wider. 

Auf die Idee, beruflich zu fotografieren, brachte ihn die erste professionelle Innenarchitektin Amerikas: Lady Mendl, bürgerlich Elsie de Wolfe. Sie erkannte sein Talent und stellte so die Weichen für ein Leben als Fotograf.

Peter Fink reiste viel und weit. Neben den USA und Europa bereiste er auch Nordafrika und Asien. Seine Straßenfotografie zeichnet sich durch seinen empathischen Blick auf die Menschen aus. Auch die Fotos der Nachkriegszeit in Europa zeigen keine zerstörten Städte, keine Trümmer, sondern offenbaren einen liebevollen Blick auf die Menschen vor seiner Linse.

Architekturfotografie

FFF Fotografie Forum Frankfurt,

Seine Architekturfotografie, die in New York, San Francisco und Chicago entstand, ist beeinflusst von der bildenden Kunst. Die Glasfassaden der Wolkenkratzer eignen sich für Spiegelungen jeder Art und führen durch die experimentellen Perspektiven zu skurrilen Verdrehungen. 

Seine Serie Refractions zeigt Fotos von gespiegelten Architektur-Fragmenten, die an abstrakte Malerei erinnern. Orientierungslos sucht man in seinen Hochhaus-Ausschnitten Anhaltspunkte für ein Wiedererkennen. Auch Pfützen dienten Fink als Spiegel und verwandeln geometrische Häuserfronten ins Malerisch-Verzerrte. 

Seine Fotos entstanden immer in natürlichem Licht. Für seine Bilder bei Dunkelheit wählte er einfach eine besonders lange Belichtungszeit, die zu verschwommenen Effekten führte.

Ausstellungsansicht Peter Fink, MY MIND’S EYE, Architekturfotografie, FFF Fotografie Forum Frankfurt, Foto: Britta Kadolsky

Porträtfotografie

Als Portraitfotograf bekam Peter Fink viel Prominenz vor die Linse. Zu sehen sind unter anderem der Pianist Vladimir Horowitz, die Schauspielerin Brigitte Bardot, die Kosmetik-Königin Estée Lauder und weitere Berühmtheiten. Selbstverständlich lichtete er auch seine Frau Monique Fink, ein ehemaliges Model, ab. Bemerkenswert fand ich das ‚Portrait‘ von Helena Rubinstein, die selbst auf dem Bild nicht zu sehen ist. Die Aufnahme wurde in ihrem Atelier gemacht und zeigt die Masken, die die Kosmetik-Firmeninhaberin sammelte. Eine wunderbare Doppeldeutigkeit: Helena Rubinstein war Kosmetikunternehmerin und – Kosmetik dient als Maske. 

Fink fotografierte zudem häufig Kinder, die ins Spiel vertieft sind oder offen und neugierig in die Kamera schauen. Diese Aufnahmen sind sehr anrührend und zeigen, dass Fink die Gabe hatte, sich auf Augenhöhe zu begeben und so authentischee Impressionen festzuhalten.

Modefotografie

Ausstellungsansicht Peter Fink, MY MIND’S EYE, FFF Fotografie Forum Frankfurt

Wandfüllend als Tapete zeigt die Ausstellung eine Modefotografie für das älteste Kaufhaus Amerikas, Lord &Taylor. Die Skizze einer großen blonden Frau in einem bodenlangen Kleid aus fließendem Georgette-Stoff füllt die linke Seite des Plakats. In der rechten oberen Ecke ist ein Foto-Ausschnitt zu erkennen, der die Fassade des World Trade Centers von unten zeigt. Die äußere Form des Fotos zeigt die Silhouette einer Figur mit Hut – wahrscheinlich der Künstler selbst. Fotos in einer nahen Vitrine zeigen Aufnahmen vom Künstler mit Hut. Die Kombination von Zeichnung, Foto in Shaped Form und Text ist ungewöhnlich, insbesondere da das Foto und seine Form erst einmal Rätsel aufwirft.  

Blumen- und Naturfotografie

Ausstellungsansicht Peter Fink, MY MIND’S EYE, FFF Fotografie Forum Frankfurt, Foto: Britta Kadolsky

An der rückwärtigen Eingangswand hängen in lockerer Formation unterschiedlich große Blumenfotografien. Auffallend sind die hellen, fast weißen Blumen vor schwarzem Hintergrund. Peter Fink hat diese Aufnahmen gegen Ende seines Lebens gemacht. Sie erinnern an Vanitas Motive dar, Symbole für die Vergänglichkeit des Lebens. Peter Finks Beruf als Produktdesigner offenbart sich beim Blick auf die Vasen der fotografierten Blumen: Es sind Parfüm-Flacons.

Im hinteren Raum versammelten die Kuratorinnen Finks Naturfotografie: Zarte Pflanzenstängel, die aus dem Schnee ragen und wie gezeichnet wirken. Einige der Baumfotografien wirken abstrakt und bekunden seinen außergewöhnlichen Blick.

Im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen, die bereits beim Blick durch das Objektiv den Bildausschnitt genau festlegen, definierte Fink diesen mit einem Fettstift erst auf seinen Kontaktabzügen. Um seinem Qualitätsanspruch gerecht zu werden, unternahm er Entwicklung und Druck selbst.


Wie bereits angedeutet, sind immer wieder Rückgriffe auf die Kunstgeschichte zu entdecken. Als, vielleicht unbewusste, Rückbesinnung an sein Kunststudium sind in seinem Fotos zuweilen Referenzen an Klimt, Renoir und Hundertwasser zu erahnen.

Auffällig ist, dass bei einigen Bildern das Passepartout verrutscht erscheint: einige Fotos sind im unteren Bereich des Rahmens gezeigt, was sehr ungewöhnlich ist, aber auf jeden Fall aufmerksam werden lässt.

Die Kuratorinnen Celina Lunsford und Andrea Horvay haben eine wunderschöne Hängung inszeniert: Thematisch zusammengefasst, wurden die Fotografien in Wolkenformen über- und nebeneinander angeordnet: pro Sujet eine eigene Wolke. Die eleganten grauen Rahmen sowie die dicken Passepartouts veredeln zusätzlich.

Die im Hintergrund zu hörenden Stimmen stammen von einer Tonbandaufnahme, die ebenfalls im Nachlass Peter Finks gefunden wurde. Das Interview mit ihm ist sicherlich sehr interessant, kann aber in den Ausstellungsräumen nicht wirklich gut gehört werden.

FFF Fotografie Forum Frankfurt

Nach seinem Tod 1984 geriet sein Oeuvre ein wenig in Vergessenheit. Umso wunderbarer, dass sich sein Nachlass mit über 7000 Exponaten in Frankfurt befindet. Die Kuratorinnen haben mit den über 200 schwarzweißen Originalbilder eine überzeugende und zugleich auratische Auswahl getroffen.


Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) gibt es seit 1984. Unzählige Ausstellungen, Workshops und Publikationen sind seither entstanden. Die Räume in der Braubachstraße stellen einen besonderen Rahmen für Fotografie Ausstellungen dar. 


Unbedingt besuchen! Am besten zu einer der öffentlichen Führungen mit Sabine Königs, die nicht nur die Augen für Finks Fotografien öffnet, sondern auch mit ihren Geschichten zu einzelnen Bildern in Peter Finks Leben eintauchen lässt. Noch bis zum 16.1.2022.


Peter Fink – Foto-Ausstellung in Frankfurt

Die Bundesbank zeigt ihre Kunst in Frankfurt 

von britta kadolsky • am

Ortswechsel – die neue Ausstellung im Museum Giersch Das knallige Rot beleuchtet den Raum und wirkt fast magisch, der weiße Fleck in der Mitte des Bildes verstärkt diesen Effekt noch. Ich stehe vor Fred Thielers Rot 65 von 1965 im ersten Raum der… Weiterlesen

documenta fifteen in Kassel

von britta kadolsky • am

Die documenta fifteen in Kassel Noch knapp 3 Wochen läuft sie, die documenta fifteen, die wohl weltweit bedeutendste Kunstschau für zeitgenössische Kunst. Ich habe es endlich geschafft, nach Kassel zu reisen. Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht besonders hoch, umso… Weiterlesen

Rainer Fetting: Willy Brandt und die Berliner Mauer

von britta kadolsky • am

Die Bronzeskulptur Willy Brandt von Rainer Fetting Jeder kennt sie, zumindest aus dem Fernsehen: Die massive Bronze-Skulptur Willy Brandt ist von Rainer Fetting, der auch für seine Berliner Mauer Bilder bekannt ist. Die Skulptur steht in der Berliner Parteizentrale der… Weiterlesen

Was kann Kunst? Lion Feuchtwangers Roman ‘Erfolg’

von Ruth Fühner • am

Was kann Kunst – Dieser Satz steht über Brittas Blog – und Lion Feuchtwangers in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstandener Roman „Erfolg“ gibt darauf eine doppelte Antwort.  Zum einen erzählt er von einem Justizskandal, ausgelöst durch die provokanten… Weiterlesen

Barbara Kruger in Berlin und Venedig

von britta kadolsky • am

Barbara Kruger in Berlin und Venedig Seit ihrem ikonischen Werk von 1987 I shop therefore I am finde ich die Kunst von Barbara Kruger großartig. Ihre Erkennungsmerkmale sind die Farben: Schwarz, weiß und rot sowie die riesigen Schriftzüge. Immer ist Text ein… Weiterlesen

Neue Kunst in alten Gemäuern

von Ruth Fühner • am

Spuren der Geschichte Wie Britta treibt auch mich die Frage um, was der Reiz ist an der in den letzten Jahrzehnten aufgekommenen Mode, ehemals anders genutzte Räume (Schlösser, Zechen, Bunker) für Gegenwartskunst zu nutzen. Ein Grund liegt auf der Hand:… Weiterlesen

Berlin: Zeitgenössische Kunst im Boros Bunker

von Britta Kadolsky • am

Die Geschichte des Boros Bunkers in Berlin Zwangsarbeiter der Nationalsozialisten errichteten den betongrauen Luftschutzbunker in der Mitte Berlins für bis zu 4.000 Menschen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er sehr unterschiedlich genutzt. Zuerst diente er als Kriegsgefängnis der… Weiterlesen

Meine Highlights auf der Biennale in Venedig 2022

von britta kadolsky • am

Die vier Länderpavillons, die mich am meisten begeistert haben Von Deutschland aus schauen wir gewohnt und – typisch für uns – besonders kritisch auf den Deutschen Pavillon, der in dieser Biennale, wenn auch nicht preisgekrönt, so doch sehr eindrucksvoll von… Weiterlesen

Der Deutsche Pavillon in Venedig

von britta kadolsky • am

Auf der 59. Biennale in Venedig beschäftigt sich der Deutsche Pavillon wieder einmal mit sich selbst. Irgendwie gehört das ja zum Pflichtprogramm der deutschen Künstler*innen bei der faschistischen Architekturgeschichte.  Maria Eichhorn habe ursprünglich geplant, den gesamten Pavillon abzutragen und woanders wieder aufzubauen…. Weiterlesen

Kunst in Frankfurts neuem Hochhaus

von britta kadolsky • am

Kostenlos Kunst in Frankfurt genießen – Chiharu Shiota im WINX Tower Fasziniert lege ich meinen Kopf in den Nacken und schaue auf die vier roten Boote, die in luftiger Höhe des Foyers im WINX Tower schweben. Die mit roten Fäden… Weiterlesen

Papierkunst in Berlin

von britta kadolsky • am

Kunst aus Papier im Haus des Papiers in Berlin Ein (noch) ziemlich geheimer Kunst-Tipp ist das Haus des Papiers in Berlin Mitte. Gegründet wurde es im Jahr 2021 von den Unternehmerinnen Ulrike Vohrer und Annette Berr. Das Museum ist ganz der… Weiterlesen

Die Kunst-Biennale Venedig ist wieder da

von britta kadolsky • am

In 2 Wochen ist es endlich wieder so weit. Am 23. April 2022 beginnt die 59. Kunst-Biennale von Venedig. Eigentlich für letztes Jahr geplant, musste das ‚Weltfestival der Kunst‘, wie es das art-Magazin nennt, die Veranstaltung verschieben – aus hinlänglich… Weiterlesen

Kostenlos Kunst in Berlin genießen

von britta kadolsky • am

Schweizer Botschaft, Galerie König, Galerie Sprüth Magers Kostenlos Kunst in Berlin genießen: In Berlins Mitte, direkt neben dem Bundeskanzlerinnenamt, der “Waschmaschine”, inmitten der spröden Betonarchitektur von Diener & Diener, flattert Pipilotti Rists Werk ein Blatt im Wind. Seit 2001 fallen aus… Weiterlesen

Das Bild des Menschen

von Ruth Fühner • am

Gerade hat Britta ihren letzten Artikel über das Porträt eingestellt, da stoße ich zufällig bei einem Sevilla-Besuch auf eine Ausstellung, die genau daran anschließt. La Imagen Humana, Das Bild des Menschen heißt die Schau im Kulturforum der Caixa-Bank, die aus den reichen Beständen… Weiterlesen

10 Fakten über Porträts

von britta kadolsky • am

10 Fakten über Porträts 1. Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht. Wer kennt diesen Reim nicht?! Er verdeutlicht, wie wenig es braucht, um ein Gesicht darzustellen. Wir glauben in allem, was zwei Punkte und einen Strich hat,… Weiterlesen

Kunstspaziergang im Frankfurter Bankenviertel

von Ruth Fühner • am

Einen schön aufwendigen Wechselrahmen für Kunst leistet sich die DZ-Bank mit ihrem Art Foyer am Platz der Republik in Frankfurt. In dem strahlend weißen Gehäuse mit dem eindrucksvollen Treppenaufgang zeigt die Bank dreimal im Jahr Ausstellungen von KünstlerInnen, die sich mit dem… Weiterlesen

Darstellung der Zeit in der Kunst

von britta kadolsky • am

Darstellung der Zeit in der Kunst Die Zeit: Mal „verfliegt“ sie und mal kriechen sie dahin, die Sekunden und Minuten. Die Zeit kann grausam sein, wenn sie uns unsere Vergänglichkeit aufzeigt und auch gnädig, wenn sie „alle Wunden heilt“. Schon… Weiterlesen

Ausstellungstipp: Die Welt von Steve McCurry

von Saskia Wolf • am

von Saskia Wolf: Die Welt von Steve McCurry ist momentan in einigen Ausstellung in Europa zu sehen. Und was für eine Welt das ist – voller Dramen, Emotionen, Schicksalen, uralten Traditionen und Konflikten, aber auch voller Freude und Farben, Momente der… Weiterlesen

Kollektive erobern die Kunstwelt – ruangrupa

von britta kadolsky • am

Künstler*innenkollektive boomen gerade in der Kunstwelt. Hat das Ego des Künstlergenies langsam ausgedient? Warum gerade jetzt? Klar ist: die Gesellschaft befindet sich im Wandel. Egotrips werden zunehmend als überholt und unpassend empfunden. Teamwork steht, nicht nur in der wirtschaftlichen Arbeitswelt,… Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg? – Joseph Beuys zum 100. Geburtstag

von britta kadolsky • am

Kurz bevor das Jahr zu Ende geht, muss ich natürlich noch über Joseph Beuys sprechen. Wie hinlänglich bekannt, wäre dieses Jahr sein 100. Geburtstag gewesen. Posthum hat der Künstler daher unglaublich große Aufmerksamkeit bekommen: Über 20 Ausstellungen widmeten sich 2021… Weiterlesen

Die Neue Nationalgalerie in Berlin

von britta kadolsky • am

Ich bin in Berlin! Die neue Nationalgalerie steht ganz oben auf meiner Museumsliste. Jahrelang habe ich über den Bauzaun auf das ikonische Glas- und Stahlgebäude der Neuen Nationalgalerie geäugt. Nun ist das Museum der Moderne, nach sechseinhalb Jahren radikaler Sanierung… Weiterlesen

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers

von Ruth Fühner • am

Viele Frankfurter Kunst-Schätze strahlen im Verborgenen. Es sind die Sammlungen der Banken. Angelegt weniger in der Hoffnung auf bleibende als auf wachsende Werte, sollen sie das Image des seelenlos angehäuften Kapitals mit dem sanften Glanz des Feingeistigen überziehen. Einige von… Weiterlesen

Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten

von britta kadolsky • am

Heute möchte ich von einem meiner Lieblingsmaler berichten: Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten. Vor 10 Jahren ist der Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud gestorben.  Neben einem kleinen Bild von der Queen, malte er auch Berühmtheiten wie Kate Moss, Jerry… Weiterlesen

Raffaels Engel sind überall

von britta kadolsky • am

Raffaels Engel sind überall. Die Geschichte des Renaissance-Gemäldes, die ich heute erzähle, begann vor 500 Jahren und erlebt seit etwa 50 Jahren selbst eine unglaubliche Renaissance. Der Fairness halber sollte ich noch ergänzen, dass die neuerliche popkulturelle Aufmerksamkeit sich lediglich… Weiterlesen

Kunst unter der Erde – der Louvre des RMV in Frankfurt

von Ruth Fühner • am

Was Paris recht ist, ist Frankfurt billig. Die Glaspyramiden am Messeturm sind, na ja, fast so schön wie ihre Schwestern im Innenhof des Grand Louvre. Immerhin, in eine Art Museum geht es hier auch. Eins, das es zumindest an Ausdehnung… Weiterlesen

Sticken ist das neue Malen – Contemporary Embroidery

von britta kadolsky • am

Eine Freundin hat mich zum Sticken gebracht. Ich hatte diese wunderbare Betätigung bis dahin noch immer in die verstaubte, biedere Ecke der Muttis und Omis am heimischen Herd gepackt. Auch weil das Sticken weiblich konnotiert ist. Sticken transportierte jahrhundertelang weibliche… Weiterlesen

Forma Viva – lebendige Form am Südende Istriens

von Ruth Fühner • am

Schon zu Titos Zeiten hatte das istrische Küstenstädtchen Portorož etwas von seiner eleganten Weltläufigkeit bewahren können – und das gilt nicht zuletzt in Sachen Kunst.  1961 fand hier, auf der grünen Halbinsel Seca, erstmals die Bildhauerbiennale Forma Viva statt. Seither… Weiterlesen

Alpinkunst am Großglockner

von Ruth Fühner • am

Kunst-Ausstellung Alpenliebe in Österreich. Auf dem Weg nach Italien ist die Großglockner-Hochalpenstraße eine der spektakulärsten Strecken – selbst wenn, wie bei unserer Fahrt, das Wetter so schlecht ist, dass der größte Gletscher Österreichs, die immer mehr schmelzende Pasterze, vom Nebel… Weiterlesen

17. Architekturbiennale in Venedig – Wie werden wir zusammen leben?

von britta kadolsky • am

How will we live together? Wie werden wir zusammen leben? Das ist das spannende Motto der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig. Das Zusammenleben in der Zukunft ist eine Riesen-Herausforderung: Soziale Ungerechtigkeiten, Nachhaltigkeit, Solidarität, Klimawandel, Migration, Rassismus, politische Polarisierungen … große Probleme… Weiterlesen

Draußen Kunst genießen – weibliche Skulpturen in Frankfurts Wallanlagen

von britta kadolsky • am

Die Museen sind immer noch im Lockdown. Nach Monaten des Verzichts auf Kunst und Kultur ist die Sehnsucht groß. Zeit, sich die Kunst draußen anzuschauen!
Kunst im öffentlichen Raum heißt das Stichwort! In Frankfurts Wallanlagen, einem grünen Parkstreifen um die Innenstadt, stehen dutzende Skulpturen. 5 davon habe ich genauer betrachtet. Alle weiblich, alle nackt. Warum?… Weiterlesen

Die schießende Feministin: Niki de Saint Phalle

von britta kadolsky • am

Schießkunst – Feministin – Künstlerin: Ein Schuss knallt und kurz darauf läuft rote Farbe über den Körper. Ein zweiter Schuss ertönt, auch er hat getroffen: gelbe Farbe quillt aus der Wunde. Niki de Saint Phalle schießt auf ihr Kunstwerk La mort… Weiterlesen

Wie die Moderne nach Berlin kam – Mariam Kühnel-Hussainis Roman ‘Tschudi’

von Ruth Fühner • am

Tschudi in Berlin Stellen Sie sich für einen Augenblick das großbürgerlich-kaiserliche Berlin um 1900 vor. Den Kurfürstendamm, das Westend, den Boulevard Unter den Linden. Den Rausch von Gründerzeitarchitektur, die hemmungslos Türmchen und Erker, Karyatiden und anderen Klingeling-Zierrat aufeinanderhäuft. Hinter den… Weiterlesen

Überraschung: Max Beckmann ist auch Bildhauer!

von britta kadolsky • am

Max Beckmann in Frankfurt – eine Ausstellung im Städel Die Museen haben auf. Ich besuche das Städel, bevor nach ein paar Tagen alles wieder schließen muss. Die Beckmann Ausstellung im Städel ist klein, aber fein. Der Fokus liegt auf Beckmanns Jahren in… Weiterlesen

Jeremy Shaw im Frankfurter Kunstverein

von britta kadolsky • am

Hurra – die Museen sind wieder auf Als erster unterrichtet mich der Frankfurter Kunstverein per E-Mail über die Öffnung. Jeremy Shaw wird im Frankfurter Kunstverein gezeigt. Ich verliere keine Zeit und reserviere direkt Tickets: Eine riesige Leinwand erwartet uns bereits im Eingangsbereich:… Weiterlesen

Online-Führung durch die Städel-Highlights

von britta kadolsky • am

Städel Sammlung: Die Highlights  „Museum für zu Hause – Live“ nennt das Museum seine Reihe der Online-Formate. Freudig nehme ich die Online-Führung über die Städel Highlights wahr.Ein Highlight ist die Online-Führung gleich aus mehreren Gründen:   Endlich kann ich mal wieder ein Museum ‚besuchen‘… Weiterlesen

Alfred von Meysenbug

von britta kadolsky • am

Comic-Autor, Maler, Illustrator und Plattencover-Gestalter von Udo Lindenberg Alfred von Meysenbug, einigen bekannt durch seine Comic-Bücher und die Illustration von Udo Lindenbergs Plattencovern, ist vor einem Jahr am 19. Februar gestorben. Meyse, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, hieß… Weiterlesen

Online-Führung durch die Balkenhol Ausstellung

von britta kadolsky • am

Was für ein wunderbares Angebot in Anbetracht der pandemiebedingten Schließung: Eine Online Führung durch die Ausstellung von Stephan Balkenhol im Duisburger Lehmbruck Museum.Die monumentalen bemalten Holzskulpturen des Bildhauers sind vielerorts im öffentlichen Raum zu bewundern. Fast in jeder großen Stadt… Weiterlesen

Das Blaue vom Himmel

von Ruth Fühner • am

Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse der Farbe Blau.  Keine Spur von Blau, auf diesem Bild der National Gallery in London. Es ist, da sind sich die Experten weitgehend einig, wohl ein echter Michelangelo – wenn auch nicht gerade einer… Weiterlesen

Die Liaison von Kunst und Werbung

von britta kadolsky • am

Was haben Kunst und Mode gemeinsam? Momentan, in der Pandemie: Museen, Modehäuser und Boutiquen haben geschlossen.Aber es gibt noch andere Zusammenhänge . . . Einer der bekanntesten liegenden Frauenakte der Kunstgeschichte ist Manets Olympia; 1865 löste das Bild bei der… Weiterlesen

Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter

von Ruth Fühner • am

Eine nackte Frau mit blonder Bienenkorbfrisur schreitet eine Treppe herab. Frontalansicht, leicht unscharf. Die Farben: wie auf einem der ersten Farbfotos, ausgeblichen, die Treppe grünlich. Ema, 1966. 2 Meter mal einsdreißig.  Graue Rechtecke. Monochrom. Die Farbe mal mit grobem Pinsel gleichmäßig… Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 2

von britta kadolsky • am

Museumsarchitektur in ehemaligen Industriebauten  Im 1. Teil habe ich bereits die Frage gestellt: Welche Chance hat die Kunst neben der bombastischen Museumsarchitektur von heute? Dazu habe ich spektakuläre architektonische Meisterleistungen gezeigt, die eigens für die Präsentation von Kunst gebaut wurden. … Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 1

von britta kadolsky • am

Bei meinen Besuchen in den diversen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst fällt mir immer wieder auf, wie beeindruckend Museumsarchitektur sein kann.  Ich denke hierbei an Bauten wie  das zylindrisch geformte Guggenheim Museum in New York das technisch-futuristisch anmutende Centre Pompidou in… Weiterlesen

Kunst im Berliner Technoclub Berghain: Teil 2

von britta kadolsky • am

Teil 2/2: Studio Berlin – Panoramabar, Schlackekeller,große Halle. Der 2. Teil meines Artikels über die großartige Ausstellung im Technoclub (Hier gehts zum 1. Teil). Dort habe ich über die Ausstellung im Main Dancefloor, der Klobar und die Toiletten berichtet.  Für… Weiterlesen

Berlin: Kunst im legendären Technoclub Berghain

von britta kadolsky • am

Teil 1/2: Studio Berlin – Main Dancefloor, Klobar, Unisex Toiletten.  Eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in einem der coolsten Clubs Deutschlands: das passt zusammen! Wie allgemein bekannt und x-mal erwähnt: die Clubszene liegt seit Corona brach und die Clubs kämpfen… Weiterlesen

Wo Banane drauf ist, ist Kunst drin!

von britta kadolsky • am

Die Banane ziert Eingänge zur Kunst Alle, die sich für Kunst interessieren haben die knallgelbe Spray-Banane sicherlich schon mal an einer Häuserwand gesehen. Die Banane sieht aus wie aus einem Comic entsprungen. Die sehr einfache Form in Gelb mit den wenigen schwarzen… Weiterlesen

Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein

von britta kadolsky • am

“Blue has no dimension it is beyond dimensions.” Yves Klein Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein Endlich war ich, nach der Corona-bedingten Schließung, mal wieder im Städel. Die Gegenwartskunst im unterirdischen Erweiterungsbau, den Gartenhallen, ist ganz neu gehängt worden…. Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg?

von britta kadolsky • am

Die alte Diskussion… Von wem stammt eigentlich dieses Zitat? Es wird mittlerweile recht häufig benutzt, insbesondere um auszudrücken, dass man das jeweilige Kunstwerk nicht als ein solches anerkennen will. Ich möchte in diesem Artikel der Herkunft auf den Grund gehen und… Weiterlesen