Das Blaue vom Himmel

Ruth Fühner

Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse der Farbe Blau. 

Keine Spur von Blau, auf diesem Bild der National Gallery in London. Es ist, da sind sich die Experten weitgehend einig, wohl ein echter Michelangelo – wenn auch nicht gerade einer seiner besten. Eine rätselhafte Grablegung aus dem Jahr 1501, mit einer Maria Magdalena in stumpf olivgrünem Kleid, einem Johannes in grellem Orange. Rechts unten in der Ecke aber ist die Leinwand weiß geblieben – die Umrisse einer knienden Figur, die fehlt: die Jungfrau Maria. Warum aber wurde das Bild nie zuende gemalt? 

Blau sollte das Gewand werden, wie es einer Madonna zustand. Ungeduldig muss Michelangelo gewartet haben, dass ihm sein Auftraggeber das nötige Ultramarin für das Gemälde endlich zustellte. Es selbst zu besorgen, kam nicht in Frage – für hundert Gulden gab es nicht einmal ein Pfund davon zu kaufen, klagte, nördlich der Alpen, der damals schon wesentlich renommiertere Albrecht Dürer. Für den erst 25jährigen Michelangelo stand eine solche Investition außer Frage. So ging die Zeit ins Land, Michelangelo wurde nach Florenz zurückgerufen, um den David zu schaffen, und seine „Grablegung“ für die Kirche Sant‘ Agostino in Rom blieb für immer unvollendet. 

Eigentlich kein Wunder, dass die Sache mit dem Blau sich so schwierig gestaltete – wenn man weiß, wie weit der Weg ist, den das Ultramarin zurückzulegen hatte, bis es endlich auf den Paletten italienischer Maler landete. 

Der Stein, aus dem es gewonnen wird, der Lapislazuli, wurde und wird nämlich nur an einer einzigen Stelle auf der Welt abgebaut, in den Gruben von Ssar-e-Sangh im afghanischen Hindukusch. Von dort soll das Ultramarin Marco Polo mitgebracht haben – d.h. eigentlich hatte er das Minengebiet nur von weitem gesehen und sich davon erzählen lassen. Vom leuchtenden Blau der Adern, von denen die weißen Felsen durchzogen sind, dem Katzengold oder dem Pyrit, der die Stolleneingänge glitzern lässt wie den nächtlichen Sternenhimmel. 

Blau, Lapislazuli, Stein aus Afghanistan, Das Blaue vom Himmel, Lapis, Indigo und Waid - die Geheimnisse der Farbe Blau
Lapislazuli aus Afghanistan, Foto: Ra’ike, CC BY-SA 3.0

Von hier wurde vor 5000 Jahren Lapis Lazuli nach Ur in Chaldäa exportiert, wo er goldene Tierfiguren zierte, und nach Ägypten, wo der blaue Stein in die Totenmaske des jungen Pharao Tut-Ench-Amun eingelegt wurde. Doch lange, wohl bis ins 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, dauerte es, bis der Lapis zermahlen und als Pigment angewandt wurde – mit diesem ersten Ultramarin wurden, gar nicht so weit weg von Sser-e-Sangh – die Fresken-Hintergründe der berühmten Buddhas von Bamiyan gemalt, die die Taliban barbarisch zerstörten. 

Der weite Weg nach Europa  machte das Ultramarin schon teuer genug

Fast unerschwinglich machten es die griechischen und venezianischen Kaufleute, die den Lapis Lazuli übers Meer, also ultra mare brachten, und dabei einen kräftigen Profit einstrichen. 
War aber der Stein erst einmal glücklich im Atelier des Malers angekommen, lag noch lange keine brauchbare Farbe vor. Jetzt war erst mal handwerkliche Arbeit gefragt, kam das eifersüchtig gehütete Geheimnis der Farbherstellung zum Einsatz, das von Lehrlings-Generation zu  Generation weitergereicht wurde. 

Das Blaue vom Himmel, Lapis, Indigo und Waid - die Geheimnisse der Farbe Blau, cennini,
Buch von Cennino Cennini, Il Libro d’Arte, Trattato della Pittura

Das Rezept war im Fall des Ultramarins hochkompliziert. Cennino Cennini war es, der in seinem „Trattato della Pittura“ die insgesamt 49 Arbeitsgänge festhielt, deren es bedurfte, um aus einem Stück blauem Stein einen „Mantel unserer Lieben Frau zu machen: Fürs erste nimm Lapis Lazzari. Stampf ihn im Bronzemörser. Siebe und passiere nun nach Bedürfnis. Bist du in Ordnung mit diesem Pulver, so nimm sechs Unzen Fichtenharz vom Apotheker, drei Unzen Mastix, drei Unzen frisches Wachs auf je ein Pfund des Lapis Lazzari. Mache aus allem zusammen einen festen Kuchen. Diesen Kuchen musst du zum wenigsten drei Tage und Nächte stehen lassen und jeden Tag ein Stück umkneten“ 

Und so weiter, und so weiter. Cennini plauderte übrigens auch aus, wie man das kostspielige, aber höchst haltbare Ultramarin leicht durch billige, aber schnell verblassende oder sich gar verfärbende Pigmente ersetzen kann. Kein Wunder also, dass Auftraggeber, die etwas von der Sache verstanden, die genaue Qualität des Ultramarins notariell festhalten ließen – so wie im Jahr 1485 der ehrwürdige Messer Francesco di Giovanni Tesori.

Er erteilte Michelangelos Lehrer Domenico Ghirlandaio den Auftrag, „eine Holztafel zu bemalen, die besagter Francesco hat anfertigen und bereitstellen lassen; welche Holztafel der besagte Domenico zu bezahlen hat; er hat die Tafel auf eigene Kosten zu kolorieren, mit guten Farben und mit gepudertem Gold bei jenen Ausschmückungen, die solches erfordern; und das Blau muss Ultramarin im Werte von etwa vier Florin die Unze sein …“ 

Das Blaue vom Himmel, Lapis, Indigo und Waid - die Geheimnisse einer Farbe

Warum aber musste es unbedingt Ultramarin sein? Sicher, das hatte auch mit dem symbolischen Wert der Farbe zu tun – das Blau des Himmels für die Himmelskönigin. Freilich gibt es viele, einander auch widersprechende Symbolsysteme. In jeder Kultur bedeuten Farben etwas anders und in jeder Epoche auch. Auf russischen Ikonen trägt Maria häufig Rot – in Russland die Farbe der Geburt, anderswo steht sie für Feuer und Tod. Manchmal ist sie weiß gekleidet – was ihre Unschuld symbolisieren soll; und in der byzantinischen Kunst sind Marias Gewänder violett, die Farbe des Mysteriums. Immer aber galt: für die Madonna, die Mutter Gottes, war das Kostbarste gerade gut genug.

Und so trug sie im Byzanz des 7. Jahrhunderts auch deshalb Violett, weil violette Kleidung so teuer war, dass sie sich kaum jemand leisten konnte. Und als im 13. Jahrhundert das Ultramarin nach Italien kam, wurde sein tiefes Blau schnell zur kostbarsten Farbe – und damit gerade recht für den Mantel der Madonna. 

Blau oder Rot?

Irritierend nur, dass es auch blaue Teufel gibt in der mittelalterlichen Malerei. Doch auch hier zeigt sich: mit religiöser Farbsymbolik hat das wenig zu tun – umso mehr mit wirtschaftlichen Hintergründen. Blau gegen Rot – ein regelrechter Farbenkrieg tobte im Mittelalter zwischen Krapp- und Waid-Händlern. Krapp, aus der gleichnamigen Wurzel gewonnen, färbt Textilien rot, Waid, eine einheimische Pflanze, die in Deutschland vor allem im Rheinland und in Thüringen angebaut wurde, färbt sie blau.

Färberwaid, Pflanze zum Blaufärben, Das Blaue vom Himmel, Lapis, Indigo und Waid - die Geheimnisse der Farbe Blau
Färberwaid (Isatis tinctoria), Foto: Alupus, CC BY-SA 3.0

Bis zum 12. Jahrhundert ist das Blau eine Farbe unter andern, dann tritt es – wohl gleichzeitig mit dem „königlichen“ Ultramarin – seinen Siegeszug an. Die Krapphändler wehren sich dagegen, wie sie nur können. Zum Beispiel, indem sie den Teufel blau darstellen lassen. Wie elend ihre Niederlage war, belegt die Tatsache, dass wir uns den Teufel heute spontan eher rot vorstellen. 

Das Geschäft mit dem Waid blühte im 13. Jahrhundert besonders in Thüringen. Der Überlieferung zufolge streuten die Erfurter, wenn sie das Nest eines Raubritters ausgehoben hatten, auf die Ruinen des Schlosses Waid – als Signatur sozusagen. Die reiche Waid-Färbergilde gehörte zur Aristokratie der Stadt – ihrer Stiftung verdankt Erfurt seine berühmte Universität.
Der Färbeprozess war auch eine Wissenschaft für sich – ein wohlgehütetes Geheimnis, das die Färber nur innerhalb ihrer Gilde weitergaben. 

„Wenn die Pflanze abgeschnitten ist, so wird sie ausgewaschen, getrocknet, auf der Waidtmühle gemahlen, dann in Bälle zusammengedrückt und auf Horden gelegt, dass sie ganz abtrocknen. Diese Bälle bringen nun die Bauren in die Städte zum Verkauf, wo der Waidt die zwote, oder künstliche Zubereitung erhält. Er wird nämlich zerklopft, auf Böden geschüttet, mit Wasser zu verschiednen Malen angefeuchtet, da er sich denn untereinander erhitzt und in Gärung gerät“ [sic!]

Eine höchst komplizierte Prozedur, die damit noch lange nicht an ihr Ende gekommen ist – und mit durchaus magischen Aspekten: denn die blaue Farbe erscheint erst, wenn der gefärbte Gegenstand aus dem gelben Wasser im Bottich gezogen wird. Der Wohlstand der Waid-Färber bleibt nicht unangefochten.

Im 17. Jahrhundert geht die thüringische Waidproduktion so zurück, dass von den 300 Dörfern, die ihn anbauten, nur noch 30 übrig bleiben. Der Grund: die Niederländer haben begonnen, Indigo aus Ostindien zu importieren. Eine dem Waid verwandte Strauchpflanze, die schon in Mesopotamien und Ägypten zum Färben von Mumienbinden verwendet worden war und viel intensiver blau färbt als Waid. Diesmal sind es die einheimischen Blau-Färber, die die Konkurrenten als Teufel denunzieren und das Indigo als „Teufelsfarb“ schlecht machen. Und die Obrigkeit, die um ihr Steueraufkommen fürchtet, gibt ihnen Recht. 

In Sachsen stand sogar die Todesstrafe auf die Verwendung des Indigos. Allerdings ließ sich nachträglich kaum beweisen, welches Färbemittel verwendet worden war – und so lief es auf die Dauer auf eine Mischung beider Verfahren hinaus. Besonders als sich die neuerdings ebenfalls aus Indien importierte Baumwolle mit Waid nur schwer färben ließ, der Waid aber wiederum als Hilfe beim Fermentieren des Indigos entdeckt wurde. Am Schluss folgte auch die Obrigkeit salomonisch dem wirtschaftlichen Zug der Zeit. Hatte Kurfürst Friedrich Wilhelm am Ende des 17. Jahrhunderts die preußischblau gefärbten Uniformen eingeführt, um die Waidbauern zu unterstützen, wurde 1737 der Indigo aufgrund der besseren Färbeeigenschaften legalisiert und aus der „Teufelsfarbe“ der „König der Farbstoffe“. 

Seit Januar 2001 übrigens unterstützt die EU mit drei Millionen Euro ein Projekt, das die Gewinnung von möglichst reinem Indigo aus einheimischen Pflanzen erforscht – zur Unterstützung einer nachhaltigen Agrarwirtschaft. Noch einmal zurück zur Geschichte des königlichsten aller Blaus, zum Ultramarin. Natürlich verfügten die europäischen Malerpaletten schon vor Marco Polo über Blau. 

Mit Azurit – das, da es von diesseits des Meeres stammte, auch Citramarin genannt wurde – mit Azurit also malte Michelangelo in seiner unvollendeten „Grablegung“ auch das Gewand der Maria Magdalena. Und zwar wasserblau. Das heutige Olivbraun rührt daher, dass das Azurit-Pigment lange nicht so farbecht ist wie das Ultramarin. Doch trotz seiner unbestrittenen Materialqualitäten geriet das Ultramarin in den Jahrhunderten nach der Renaissance ein bisschen aus der Mode. Nicht nur seines immer noch hohen Preises wegen. Je wichtiger es den Malern wurde, Natur abzubilden statt religiöser Symbolik zu folgen, desto mehr sank das Ultramarin in der Beliebtheit.

Ultramarinblau. Pigmente, Das Blaue vom Himmel, Lapis, Indigo und Waid - die Geheimnisse der Farbe Blau
Ultramarin Pigmente, Public Domain

Trotzdem blieb das Ultramarin eine begehrte Farbe. So sehr, dass 1824 die französische „Gesellschaft zur Ermutigung der nationalen Industrie“ einen hohen Preis aussetzte für die  „Entdeckung eines wohlfeilen Verfahrens zur Bereitung eines künstlichen Ultramarins, das dem aus dem Lasurstein gewonnenen vollkommen ähnlich wäre und zu 300 Franken je Pfund geliefert werden könnte.“ 

Das Rennen macht, gegen einen Konkurrenten aus Tübingen, der Chemiker Jean Baptiste Guimet aus Toulouse. 
Erschwinglich ist das Ultramarin seither ohne Frage – nur ein Tausendstel dessen, was man für natürliches Ultramarin bezahlen müsste, kostet sein künstlicher Ersatz. Nur so, als billiges Massenprodukt, konnte das Ultramarin jene Überhöhung in der Kunst der Moderne erleben, die sich mit den riesigen monochrom blauen Schwämmen des Yves Klein verbindet. 

Noch mehr über die Farbe Blau und den Künstler, der fast ausschließlich mit ihr arbeitete: Yves Klein hier auf dem Blog

Literaturangaben:
– Victoria Finlay, Das Geheimnis der Farben. Eine Kulturgeschichte. Aus dem Englischen von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann. Claassen, München 2002. 464 Seiten
– Michael Baxandall, Die Wirklichkeit der Bilder. Malerei und Erfahrung im Italien des 15. Jahrhunderts. Aus dem Englischen von Hans-Günter Holl. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 1977. 196 Seiten
– Angelika Lochmann, Angelika Overath (Hg.), Das Blaue Buch. Lesarten einer Farbe. Greno, Nördlingen 1988

Das Blaue vom Himmel, Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse der Farbe Blau von Ruth Fühner

Diesen Beitrag teilen:
Newsletter

Wenn ihr keinen Beitrag verpassen und über neue Artikel informiert werden möchtet, abonniert meinen Newsletter.

"Was kann Kunst" ist auch auf:

Was kann Kunst: Über die politische Macht von Kunst und den russischen Pavillon, um den die Welt streitet

britta kadolsky am 30.3.2026

Ein Pavillon bleibt leer oder Kunst als Kulisse des Krieges Es gibt Bilder, die sich einprägen. Eines davon ist der schilfgrüne russische Pavillon im Stil des späten Zarenreichs in den Giardini der... Weiterlesen

Thomas Bayrle erfindet das Große im Kleinen 

britta kadolsky am 9.3.2026

Individuum und Masse: Das war von Anfang an Thomas Bayrles Thema, und es zieht sich über sechs Jahrzehnte bis heute durch.  Die Glücksklee-Dose als Spiegel des Konsums In den Gartenhallen... Weiterlesen

Xenia Hausner: Schafft eine Bühne für selbstbestimmte Frauen

am 16.2.2026

Ich bin von Xenia Hausners Malerei schon lange begeistert. Nun habe ich sie in Wien getroffen.  Seit Jahren ziehen mich ihre farbintensiven, großformatigen Gemälde (meist) von Frauen an. Sie schauen... Weiterlesen

Ikonen der Kunstgeschichte

Saskia Wolf am 21.1.2026

Ein Gastbeitrag von Saskia Wolf: Heute sprechen wir über die Blockbuster der Kunstgeschichte. Kunstwerke, die zu Ikonen geworden sind. Wir kennen sie alle: Die Mona Lisa von da Vinci, den David von Michelangelo oder... Weiterlesen

Papier in der Kunst: Papier inspiriert Kunst über Jahrhunderte

britta kadolsky am 22.12.2025

Was Papier alles kann: Zeichnung, Skulptur, Installation von den Alten Meistern bis zu den Zeitgenossen Albertina – Faszination Papier Viele verbinden Papier in der Kunst noch immer vor allem mit... Weiterlesen

Warum belebt Ophelia Kunst und Popkultur?  

britta kadolsky am 17.11.2025

Ophelia ist wieder da: Taylor-Swift-Fans reisen nach Wiesbaden, um ein Gemälde zu sehen, das plötzlich zum Pilgerort geworden ist: Friedrich Heysers Ophelia.  Das Gemälde, das die amerikanischen Popsängerin zu ihrem... Weiterlesen

Fünf Graphic Novels, die Kunst neu erzählen

britta kadolsky am 3.11.2025

Graphic Novels verwandeln Kunst in Geschichten Graphic Novels über Kunst sind ein junges, aber wachsendes Genre. Sie verbinden Erzählung, Zeichnung und Kunstvermittlung – ohne den belehrenden Ton klassischer Kunstgeschichte. Statt... Weiterlesen

5 berühmte Künstlerpaare der Kunstgeschichte - Zwischen Passion und Untreue

Saskia Wolf am 18.10.2025

Ein Gastbeitrag von Saskia Wolf: Heute stelle ich dir fünf bekannte Künstlerpaare vor. Die Auswahl ist nicht einfach, denn es gibt so viele kreative Geister, die sich gefunden haben. Um ein paar... Weiterlesen

Max Liebermann – Maler des Lichts und des Lebens

britta kadolsky am 26.9.2025

Max Liebermanns berühmtester Satz: „Ick kann jar nich so ville fressen, wie ick kotzen möchte“ ist von 1933. Er soll ihn damals auf dem Balkon seines Hauses am Pariser Platz... Weiterlesen

Chaos, Körper, Farben: Die Kunst von Pipilotti Rist

britta kadolsky am 27.8.2025

Von blauen Spaghetti und zärtlichem Ekel – Pipilotti Rists radikale Bilder Ich weiß nicht, ob ich lachen oder mich wegdrehen soll. In ihrer Videoarbeit Pepperminta (2009) zoomt Pipilotti Rist gnadenlos nah an... Weiterlesen

CIA, Kunst und Kalter Krieg: Die documenta II 1959

britta kadolsky am 17.7.2025

Kunst als Waffe: Wie die CIA den Abstrakten Expressionismus im Kalten Krieg nutzte Was haben Jackson Pollock und die CIA gemeinsam? Propaganda für die Demokratie! Jahrzehntelang war es nur ein... Weiterlesen

Kunst beim Spazierengehen: 10 Skulpturen in Frankfurt 

britta kadolsky am 2.7.2025

Kunst für alle, Skulpturen mitten in Frankfurt Die Sonne scheint, der Sommer ist da: Eine gute Gelegenheit, um Kunst draußen, im öffentlichen Raum in Frankfurt zu erkunden. Zwischen der dominanten... Weiterlesen

David Hockney  - Zwischen Licht und Linie

britta kadolsky am 25.5.2025

Türkis, Sonne, Swimmingpool – David Hockneys kalifornischer Traum Es beginnt mit einem Platschen. Ein Moment eingefrorener Bewegung: eine spritzende Fontäne, eingefasst in Türkis und Azur. David Hockneys Poolbilder sind nicht nur Gemälde –... Weiterlesen

Im Innern des Papiers – Skulpturen von Angela Glajcar

britta kadolsky am 7.5.2025

Ein Tag mit Angela Glajcar Mit einem leichten Ruck schiebt Angela Glajcar die nächste Bahn Papier über den Tisch. Einen Meter fünfzig lang, dick wie Karton, doch in ihren Händen... Weiterlesen

April, April: Die Kunst des Täuschens 

britta kadolsky am 13.4.2025

Trompe-l’œil, Illusion, Op-Art & Virtual Reality – Wie Kunst unsere Sinne täuscht Täuschung fasziniert, weil sie unsere Wahrnehmung auf die Probe stellt. Ob als geschickter Streich oder meisterhafte Illusion –... Weiterlesen

Andreas Mühe – Im Banne des Zorns

britta kadolsky am 16.3.2025

Vom Zorn zur Gewalt: Mühe zeigt die Gesichter des Terrors Kommen manche Menschen bereits kriminell auf die Welt? Eine provokante Frage. Andreas Mühe stellt sie. Und beantwortet sie auch.  Sechs große... Weiterlesen

Martin Kippenberger - Ein Künstler, der Wettsaufen und Punkmusik liebte

britta kadolsky am 18.2.2025

Dies ist die Geschichte eines tragischen und viel zu kurzen Künstlerlebens: Martin Kippenberger trank, feierte und provozierte, als gäbe es kein Morgen. Der deutsche Maler, Bildhauer, Musiker einer Punkband und Selbstdarsteller... Weiterlesen

Die Zahl 100 in der Kunst: Symbolik und Bedeutung

britta kadolsky am 23.1.2025

Anlässlich meines 100. Artikels  Die Zahl 100 ist mehr als eine Ziffer – sie symbolisiert Ganzheit, Vollständigkeit und manchmal sogar Unendlichkeit:  Auch in der Kunst hat die 100 eine besondere... Weiterlesen

Frauenpower: Künstlerinnen und Erfinderinnen

Saskia Wolf am 16.12.2024

Frauen haben über alle Jahrhunderte hinweg mit ihren Erfindungen die Welt verändert oder als Malerinnen Karriere gemacht. Bis ins 19. Jahrhundert war es jedoch den Frauen in Europa verboten eine... Weiterlesen

Hans Haacke: Politische Kunst mit Tiefgang

britta kadolsky am 2.12.2024

Hans Haacke: Eine Legende politischer Konzept-Kunst in der Schirn Kunsthalle Frankfurt Frustriert verließ ich diese großartige Ausstellung. Ein Widerspruch? Keineswegs! Ich war schlicht zu naiv: Kunst begeistert mich immer, egal,... Weiterlesen

Kunst unter Bäumen – der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt 

Ruth Fühner am 10.11.2024

Eine Skulpturensammlung mitten im Wald – das ist der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt, den die Kuratorin Ute Ritschel vor 22 Jahren ins Leben gerufen hat. Alle zwei Jahre lädt sie... Weiterlesen

Blut, Fleisch, Kot: Ungewöhnliche Materialien in der Kunst:

britta kadolsky am 28.10.2024

Blut in der Kunst: Vom Symbol zum Werkstoff  Eine Skulptur aus Blut: Alle fünf Jahre fertigte der britische Künstler Marc Quinn eine Büste von sich an – aus seinem eigenen Blut. Bei seiner... Weiterlesen

Kunst und Kamera: Die vergessene Geschichte der Fotografinnen

britta kadolsky am 1.10.2024

Weibliche Fotografie-Pioniere Das ikonische Schwarzweiß-Foto erzählt nicht etwa die Geschichte einer Frau, die sich in der Badewanne wäscht. Erst auf den zweiten Blick erkennt man am Rand ein Bild von... Weiterlesen

Der Die dADa – Unordnung der Geschlechter

britta kadolsky am 5.9.2024

Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen Die mit pompöser Federboa auf dem Kopf und schmuckvoll drapiertem Kleid kostümierte Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven blickt uns am Eingang der Ausstellung mit extravaganter Pose... Weiterlesen

Der Skandal um den Kunstfälscher Beltracchi

britta kadolsky am 8.8.2024

Beltracchi und der gefälschte Campendonk Seit Langem hege ich den Plan, einen Artikel über Kunstfälscher zu schreiben. Nun bietet mir der wohl größte Kunstfälscherskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte um Wolfgang Beltracchi... Weiterlesen

Maurizio Cattelan: Italiens Skandalkünstler 

Britta Kadolsky am 15.7.2024

Wie Maurizio Cattelan die Kunstwelt schockiert Ob es eine goldene Toilette oder ein niedergestreckter Papst ist – Maurizio Cattelan versteht es wie kein anderer, mit seinen drastischen Installationen die Grenzen... Weiterlesen

Zeitgenössische Selbstporträts und ihre verschleierten Botschaften

britta kadolsky am 29.6.2024

Facetten des Selbst: Ein Blick auf fünf einzigartige Selbstporträts in der zeitgenössischen Kunst  Selbstporträts haben eine lange Tradition in der Kunstgeschichte. Künstler wie Rembrandt, Van Gogh und Frida Kahlo schufen... Weiterlesen

Warum die Menschheit ins All muss: Antworten aus dem deutschen Pavillon

britta kadolsky am 16.6.2024

Der deutsche Pavillon in Venedig auf der 60. Biennale  Der deutsche Pavillon auf der Venedig-Biennale beeindruckt durch seine monumentale Architektur, die aus der Zeit der Nationalsozialisten stammt. Künstler:innen, die die... Weiterlesen

Die Top 10 der Biennale in Venedig 2024 (2)

Britta Kadolsky am 31.5.2024

Meine persönlichen Favoriten auf der 60. Biennale für zeitgenössische Kunst – Teil 2: Die Länderpavillons Die Länderpavillons auf der Biennale in Venedig und die ewige Diskussion darum, ob sie in der heutigen Zeit... Weiterlesen

Die Top 10 der Biennale in Venedig 2024

britta kadolsky am 23.5.2024

Meine persönlichen Favoriten der 60. Biennale für zeitgenössische Kunst – Teil 1: Die Hauptausstellung Ich liebe es, die Kunstbiennale in Venedig zu besuchen. 129 Jahre gibt es die Riesenshow nun schon. ... Weiterlesen