Der Skulpturen-Park der Fondation Pierre Gianadda

britta kadolsky

Das Who is Who der modernen Bildhauerei 

„Ich habe immer versucht, die inneren Gefühle durch die Beweglichkeit der Muskeln zum Ausdruck zu bringen…. Die Kunst existiert nicht ohne das Leben.“

Gilles Néret. Rodin. Skulpturen und Zeichnungen, Köln 2007.

Der Skulpturen-Park der Fondation Pierre Gianadda!

Auguste Rodin, der dies einst äußerte, ist mit drei Bronzeplastiken in dem beeindruckenden Park der Fondation Pierre Gianadda im Wallis in der Schweiz vertreten. In dem 7.000 m2 großen Park des Museums befindet sich das Who-is-Who der Bildhauerkunst: Neben Auguste Rodin finden sich dort Werke von Henry Moore, Jean (Hans) Arp, Niki de St. Phalle, César, Max Bill, Constantin Brâncuși, Robert Indiana, Eduardo Chillida, Joan Miro, Alexander Calder oder George Segal, um nur einige zu nennen. Insgesamt 45 Werke der Bildhauerkunst der Moderne haben einen Platz in der Gartenanlage gefunden. Bereits vor dem Eingang des Museums thront die kopflose Bronzeplastik Cybèle, ein sitzender Frauenkörper von Auguste Rodin, über dem Brunnen La Fontaine Ondine von Hans Erni, einem Schweizer Maler, Grafiker und Bildhauer. Im Park befinden sich zwei weitere Plastiken von dem 1840 in Paris geborenen Rodin: Zum einen der Kuss von 1886, das nach dem Denker vermutlich bekannteste Kunstwerk Rodins und die etwas unbekanntere Arbeit die Meditation – später auch die innere Stimme genannt, von 1885 (Abb). Die dargestellte junge Frau legt ihren Kopf auf ihre rechte Schulter und fasst mit der erhobenen rechten Hand ihr linkes Handgelenk, so dass sich die Hände und Arme vor ihrem Gesicht treffen, um es zu verbergen. Durch den klassischen Kontrapost und einer zusätzlich leichten Rechtsdrehung evoziert der gesamte Körper eine abwehrende Haltung. Die Figur, die Rodin als ein Element seines Höllentors konzipierte, wirkt verletzlich und zieht sich scheinbar schützend zurück. Zusätzlich stellte Rodin die Figur der Meditation in überarbeiteter Form als Staffagefigur Victor Hugo zur Seite. Im Denkmal zu Ehren des französischen Schriftstellers und Politikers umgab Rodin Victor Hugo mit Musen.

Rodins menschliche Plastiken zeichnen sich durch eine starke und realistische Lebendigkeit aus, was ihm den Vorwurf einbrachte, er würde sie direkt vom Körper des Models abformen. 

Auguste Rodin

Auguste Rodin, Meditation (mit Armen), Bronze, 1885, Der Skulpturen-Park der Fondation Pierre Gianadda
Auguste Rodin, Meditation (mit Armen), Bronze, 1885, (acquisition 1982). © Michel Darbellay

Auch von Marino Marini steht eine Bronzeplastik im Garten: der Tänzer von 1952 zeigt eine archaisch wirkende Figur mit seitlich von sich gestreckten Armen, den linken Fuß wie in einem kleinen Schritt vor dem Rechten. Kopf sowie Körperhaltung und -bau der männlichen Figur erinnern sehr an die bekannte Bronzeplastik Engel der Stadt in der Peggy Guggenheim Collection. Die Plastik von 1949 zeigt einen Mann auf einem Pferd sitzend, der ebenfalls die Arme seitlich ausgebreitet und den runden Kopf zum Himmel gestreckt hat. Sie befindet sich, ganz prominent, vor dem Palazzo am Canale Grande in Venedig. Marinis Bronze sorgte aufgrund des langen erigierten Phallus für Aufmerksamkeit, insbesondere da Peggy Guggenheim in ihren Memoiren beschreibt, sie habe je nach Feiertag den Penis an- oder abgeschraubt. Diese Aussage beschreibt ihren ironischen Humor: der Penis ist fest mit dem Körper verschweißt.

Bildhauer-Elite – Henry Moore, Robert Indiana, Cesar, Niki de Saint Phalle

Zurück zum, sowohl wunderschön als auch liebevoll angelegten, Skulpturen-Park, der neben einigen exotischen Pflanzen auch durch Wasserflächen und Pavillons aufgelockert wird.

Die Gartenanlage birgt Bildhauer-Schätze wie den berühmten rot-blauen Schriftzug LOVE von Robert Indiana, die riesigen, farbenfrohen Frauenfiguren Nanas, hier: die Badenden von 1984 von Niki de St. Phalle sowie eine große liegende Figur von Henry Moore, eine Bronze von 1982 (Abb). Moores Motiv der Frauenfigur stützt mit ihrem rechten Arm ihren Oberkörper auf und scheint in die Parklandschaft zu blicken. Die leichten Verfremdungen des Körpers, die Moore mal mehr und mal weniger ausgeprägt bei den Plastiken seiner umfangreichen Reihe der liegenden Figuren modelliert hat, zeigen ein Wechselspiel von Formen und Linien, die Bewegung in die Figuren bringt. Die beiden Durchbrüche, zwischen linkem Arm und Körper sowie zwischen den Beinen sind typisch für Moores bildhauerische Arbeiten. Die glatte, braun patinierte Oberfläche der Figur findet sich ebenfalls häufig im Oeuvre des englischen Bildhauers und lädt zum Anfassen und Darüberstreichen ein.

Henry Moore

Henry Moore, Große Liegende Figur, Bronze, 1982
Der Skulpturen-Park der Fondation Pierre Gianadda
Henry Moore, Große Liegende Figur, Bronze, 1982 (Erwerb1987). © Michel Darbellay

Auch César, der französische Bildhauer, der zu den Nouveaux Réalistes zählt und für seine Skulpturen aus zu einem Quader zusammengepressten Autos bekannt ist, ist mit drei Werken in der Sammlung vertreten. Im Park befindet sich der überdimensional große Daumen aus Bronze von 1965, in dessen glattpoliertem Nagel sich die Betrachter spiegeln und die ebenfalls riesige Brust von 1966, die wie ein monumentaler Maulwurfshügel auf dem Rasen liegt. Das dritte Werk begegnet dem Besucher im Museum.

Skurrile Sammlung eines außergewöhnlichen Schweizers

Diese harmonische Kombination von Bildhauerkunst und Parkanlage ist im französischen Teil der Schweiz, im Kulturzentrum Fondation Pierre Gianadda in Martigny zu bewundern. Entstanden ist die heutige Museums- und Skulpturenanlage durch eine Zufallsentdeckung. Der Ingenieur, Fotograf, Immobilienentwickler und Gründer der Stiftung, Léonard Gianadda, entdeckte 1976 beim Bau eines Hauses die Überreste eines keltischen Tempels. Die daraufhin gestoppten Bauarbeiten ermöglichten die Bergung der Archäologiefunde und die Erhaltung der antiken Grundmauern. Léonard Gianadda gründete ein Kulturzentrum rund um die Fundstücke und gab ihm den Namen seines, ihm sehr nahestehenden und kurz zuvor verstorbenen, Bruders Pierre, der am Tag der Eröffnung seinen 40. Geburtstag gefeiert hätte.

César

César, Daumen, Bronze, 1965 
Der Skulpturen-Park der Fondation Pierre Gianadda
César, Daumen, Bronze, 1965 (Erwerb 1998) © Michel Darbellay

Auf dem Gelände des Skulpturenparks befindet sich neben dem großen Ausstellungsgebäude, eine Parkvilla und eine Restaurierierungswerkstatt. Das imposante Hauptgebäude ließ Léonard Gianadda 1978 errichten. Es ist ein bunkerähnlicher,quadratischer Betonbau ohne Fenster, dessen Ausbuchtungen „an den Sockel eines Aztekengrabes“ erinnern, der dem Brutalismus der 1970er Jahre alle Ehre macht. Er beherbergt heute eine skurril anmutende Sammlungs-Mischung, die in Europa ihresgleichen sucht, so enthält sie neben Skulpturen und Plastiken auch eine Kollektion von rund fünfzig fahrtüchtigen Oldtimer-Autos, das Erste von 1897. Das Automobilmuseum befindet sich im Keller des Museumsbaus, vor dessen Eingang Césars 3. Bildhauerwerk, Kompression – das zu einem Block gepresste Auto, steht. Die metallenen Falten verdeutlichen die enorme Kraft, die nötig war, um aus einem Automobil einen Kubus dieser Größe zu formen.

Die Wände der Museums-Halle dienen wechselnden Ausstellungen mit Werken berühmter Künstler wie van Gogh, Toulouse-Lautrec, Giacometti, Dégas, Chagall, Manet, Miro. Bis zum 20. November 2020 sind Werke Schweizer Maler wie Ferdinand Hodler, Felix Valloton und Albert Anker aus der Sammlung Christoph Blocher zu sehen. In der Halle finden außerdem seit den 1980er Jahren mehrmals jährlich klassische Konzerte statt. 

Klassisch sind auch die unzähligen gallo-romanischen Überreste, wie Münzen, Waffen oder ein großer Stierkopf aus der Antike, die in der umlaufenden Galerie der ersten Etage ausgestellt werden. Wem das nicht reicht, der kann in der Parkvilla eine Ausstellung zu Leonardo da Vinci sehen, die den Fokus auf seinen Erfindungsreichtum legt. Die Fondation ist im Besitz von mehr als einhundert Faksimiles sowie einiger beweglicher Modelle, die anhand der Skizzen des italienischen Renaissancekünstlers nachgebaut wurden. So finden sich dort die anschaulichen Modellkonstruktionen seiner Drehbrücke, des Autos und des Fahrrads sowie das nachgebaute Fluggerät.

Bei aller Vielfalt der sowohl ungewöhnlichen als auch umfangreichen Sammlung: am eindrücklichsten ist der Skulpturenpark, der eine der wichtigsten Sammlungen mit maßgeblichen Werken von bedeutenden Bildhauern des 20. Jahrhunderts in Europa darstellt. Zur Einstimmung vorab sei die interaktive Karte auf der Webseite der Stiftung empfohlen, auf der jedes Kunstwerk auf einer farbigen und grafischen Darstellung des Parks mit seinem Standort vermerkt ist. Die Seite bietet die Möglichkeit mit einem Klick auf das entsprechende Kunstwerk, ein Foto und die entsprechenden Daten des Werks angezeigt zu bekommen und macht zu Hause bereits Lust auf diese außerordentliche Sammlung der Bildhauerkunst.

Der Skulpturen-Park der Fondation Pierre Gianadda

Die Neue Nationalgalerie in Berlin

von britta kadolsky • am

Ich bin in Berlin! Die neue Nationalgalerie steht ganz oben auf meiner Museumsliste. Jahrelang habe ich über den Bauzaun auf das ikonische Glas- und Stahlgebäude der Neuen Nationalgalerie geäugt. Nun ist das Museum der Moderne, nach sechseinhalb Jahren radikaler Sanierung… Weiterlesen

Kunst in und vor Frankfurter Bankfoyers

von Ruth Fühner • am

Viele Frankfurter Kunst-Schätze strahlen im Verborgenen. Es sind die Sammlungen der Banken. Angelegt weniger in der Hoffnung auf bleibende als auf wachsende Werte, sollen sie das Image des seelenlos angehäuften Kapitals mit dem sanften Glanz des Feingeistigen überziehen. Einige von… Weiterlesen

Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten

von britta kadolsky • am

Heute möchte ich von einem meiner Lieblingsmaler berichten: Lucian Freud – Maler der Queen und der Nackten. Vor 10 Jahren ist der Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud gestorben.  Neben einem kleinen Bild von der Queen, malte er auch Berühmtheiten wie Kate Moss, Jerry… Weiterlesen

Raffaels Engel sind überall

von britta kadolsky • am

Die Geschichte des Renaissance-Gemäldes, die ich heute erzähle, begann vor 500 Jahren und erlebt seit etwa 50 Jahren selbst eine unglaubliche Renaissance. Der Fairness halber sollte ich noch ergänzen, dass die neuerliche popkulturelle Aufmerksamkeit sich lediglich auf einen Teil des… Weiterlesen

Kunst unter der Erde – der Louvre des RMV in Frankfurt

von Ruth Fühner • am

Was Paris recht ist, ist Frankfurt billig. Die Glaspyramiden am Messeturm sind, na ja, fast so schön wie ihre Schwestern im Innenhof des Grand Louvre. Immerhin, in eine Art Museum geht es hier auch. Eins, das es zumindest an Ausdehnung… Weiterlesen

Guernica – Picassos Antikriegsbild aus der UNO entfernt

von britta kadolsky • am

Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit wurde Anfang des Jahres Picassos Antikriegsbild aus dem Gebäude der UNO in New York wieder entfernt. Picassos Guernica, sein vielleicht berühmtestes Bild, stellt den Terror, die Barbarei des Krieges und seine katastrophalen Auswirkungen dar. Es hing als Bildteppich im Eingangsbereich… Weiterlesen

Stickkunst im KAI10 in Düsseldorf: Bunt – feministisch – aktivistisch

von Ruth Fühner • am

Wer Brittas Empfehlung folgen und sich ein bisschen mehr umschauen möchte auf dem Gebiet der High-End-Stickerei, hat dazu bis 19. September Gelegenheit im KAI10/ARTHENA FOUNDATION im Düsseldorfer Medienhafen (der ohnehin sehr sehenswert ist in seiner atemberaubend kunterbunten Architekturmischung). Foto oben:… Weiterlesen

Sticken ist das neue Malen – Contemporary Embroidery

von britta kadolsky • am

Eine Freundin hat mich zum Sticken gebracht. Ich hatte diese wunderbare Betätigung bis dahin noch immer in die verstaubte, biedere Ecke der Muttis und Omis am heimischen Herd gepackt. Auch weil das Sticken weiblich konnotiert ist. Sticken transportierte jahrhundertelang weibliche… Weiterlesen

Forma Viva – lebendige Form am Südende Istriens

von Ruth Fühner • am

Schon zu Titos Zeiten hatte das istrische Küstenstädtchen Portorož etwas von seiner eleganten Weltläufigkeit bewahren können – und das gilt nicht zuletzt in Sachen Kunst.  1961 fand hier, auf der grünen Halbinsel Seca, erstmals die Bildhauerbiennale Forma Viva statt. Seither… Weiterlesen

Alpinkunst am Großglockner

von Ruth Fühner • am

Kunst-Ausstellung Alpenliebe in Österreich. Auf dem Weg nach Italien ist die Großglockner-Hochalpenstraße eine der spektakulärsten Strecken – selbst wenn, wie bei unserer Fahrt, das Wetter so schlecht ist, dass der größte Gletscher Österreichs, die immer mehr schmelzende Pasterze, vom Nebel… Weiterlesen

17. Architekturbiennale in Venedig – Wie werden wir zusammen leben?

von britta kadolsky • am

How will we live together? Das ist das spannende Motto der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig. Das Zusammenleben in der Zukunft ist eine Riesen-Herausforderung: Soziale Ungerechtigkeiten, Nachhaltigkeit, Solidarität, Klimawandel, Migration, Rassismus, politische Polarisierungen … große Probleme müssen bewältigt werden.Ideen dazu zeigen… Weiterlesen

Draußen Kunst genießen – weibliche Skulpturen in Frankfurts Wallanlagen

von britta kadolsky • am

Die Museen sind immer noch im Lockdown. Nach Monaten des Verzichts auf Kunst und Kultur ist die Sehnsucht groß. Zeit, sich die Kunst draußen anzuschauen!
Kunst im öffentlichen Raum heißt das Stichwort! In Frankfurts Wallanlagen, einem grünen Parkstreifen um die Innenstadt, stehen dutzende Skulpturen. 5 davon habe ich genauer betrachtet. Alle weiblich, alle nackt. Warum?… Weiterlesen

Die schießende Feministin: Niki de Saint Phalle

von britta kadolsky • am

Schießkunst – Feministin – Künstlerin: Ein Schuss knallt und kurz darauf läuft rote Farbe über den Körper. Ein zweiter Schuss ertönt, auch er hat getroffen: gelbe Farbe quillt aus der Wunde. Niki de Saint Phalle schießt auf ihr Kunstwerk La mort… Weiterlesen

Wie die Moderne nach Berlin kam – Mariam Kühnel-Hussainis Roman ‘Tschudi’

von Ruth Fühner • am

Tschudi Stellen Sie sich für einen Augenblick das großbürgerlich-kaiserliche Berlin um 1900 vor. Den Kurfürstendamm, das Westend, den Boulevard Unter den Linden. Den Rausch von Gründerzeitarchitektur, die hemmungslos Türmchen und Erker, Karyatiden und anderen Klingeling-Zierrat aufeinanderhäuft. Hinter den protzigen Fassaden… Weiterlesen

Überraschung: Beckmann ist auch Bildhauer!

von britta kadolsky • am

Beckmann in Frankfurt – eine Ausstellung im Städel Die Museen haben auf. Ich besuche das Städel, bevor nach ein paar Tagen alles wieder schließen muss. Die Beckmann Ausstellung im Städel ist klein, aber fein. Der Fokus liegt auf Beckmanns Jahren in Frankfurt,… Weiterlesen

Hurra – die Museen sind wieder auf

von britta kadolsky • am

Jeremy Shaw im Frankfurter Kunstverein Als erster unterrichtet mich der Frankfurter Kunstverein per E-Mail über die Öffnung. Ich verliere keine Zeit und reserviere direkt Tickets: Eine riesige Leinwand erwartet uns bereits im Eingangsbereich: Explosionen von farbigen, visuellen Tunnel-Effekten, die uns in den… Weiterlesen

Online-Führung durch die Städel-Highlights

von britta kadolsky • am

Städel Sammlung: Die Highlights  „Museum für zu Hause – Live“ nennt das Museum seine Reihe der Online-Formate. Freudig nehme ich die Online-Führung über die Städel Highlights wahr.Ein Highlight ist die Online-Führung gleich aus mehreren Gründen:   Endlich kann ich mal wieder ein Museum ‚besuchen‘… Weiterlesen

Alfred von Meysenbug

von britta kadolsky • am

Comic-Autor, Maler, Illustrator und Plattencover-Gestalter von Udo Lindenberg Alfred von Meysenbug, einigen bekannt durch seine Comic-Bücher und die Illustration von Udo Lindenbergs Plattencovern, ist vor einem Jahr am 19. Februar gestorben. Meyse, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, hieß… Weiterlesen

Online-Führung durch die Balkenhol Ausstellung

von britta kadolsky • am

Was für ein wunderbares Angebot in Anbetracht der pandemiebedingten Schließung: Eine Online Führung durch die Ausstellung von Stephan Balkenhol im Duisburger Lehmbruck Museum.Die monumentalen bemalten Holzskulpturen des Bildhauers sind vielerorts im öffentlichen Raum zu bewundern. Fast in jeder großen Stadt… Weiterlesen

Das Blaue vom Himmel

von Ruth Fühner • am

Lapis, Indigo und Waid – die Geheimnisse einer Farbe.  Keine Spur von Blau, auf diesem Bild der National Gallery in London. Es ist, da sind sich die Experten weitgehend einig, wohl ein echter Michelangelo – wenn auch nicht gerade einer seiner… Weiterlesen

Die Liaison von Kunst und Werbung

von britta kadolsky • am

Was haben Kunst und Mode gemeinsam? Momentan, in der Pandemie: Museen, Modehäuser und Boutiquen haben geschlossen.Aber es gibt noch andere Zusammenhänge . . . Einer der bekanntesten liegenden Frauenakte der Kunstgeschichte ist Manets Olympia; 1865 löste das Bild bei der… Weiterlesen

Stilbruch auf Leinwand: Gerhard Richter

von Ruth Fühner • am

Eine nackte Frau mit blonder Bienenkorbfrisur schreitet eine Treppe herab. Frontalansicht, leicht unscharf. Die Farben: wie auf einem der ersten Farbfotos, ausgeblichen, die Treppe grünlich. Ema, 1966. 2 Meter mal einsdreißig.  Graue Rechtecke. Monochrom. Die Farbe mal mit grobem Pinsel gleichmäßig… Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 2

von britta kadolsky • am

Museumsarchitektur in ehemaligen Industriebauten  Im 1. Teil habe ich bereits die Frage gestellt: Welche Chance hat die Kunst neben der bombastischen Museumsarchitektur von heute? Dazu habe ich spektakuläre architektonische Meisterleistungen gezeigt, die eigens für die Präsentation von Kunst gebaut wurden. … Weiterlesen

Spektakuläre Museumsbauten: Teil 1

von britta kadolsky • am

Bei meinen Besuchen in den diversen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst fällt mir immer wieder auf, wie beeindruckend Museumsarchitektur sein kann.  Ich denke hierbei an Bauten wie  das zylindrisch geformte Guggenheim Museum in New York das technisch-futuristisch anmutende Centre Pompidou in… Weiterlesen

Kunst im Berliner Technoclub Berghain: Teil 2

von britta kadolsky • am

Teil 2/2: Studio Berlin – Panoramabar, Schlackekeller,große Halle. Der 2. Teil meines Artikels über die großartige Ausstellung im Technoclub (am Ende des Artikels ist der link zum 1. Teil). Dort habe ich über die Ausstellung im Main Dancefloor, der Klobar… Weiterlesen

Berlin: Kunst im legendären Technoclub Berghain

von britta kadolsky • am

Teil 1/2: Studio Berlin – Main Dancefloor, Klobar, Unisex Toiletten.  Eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in einem der coolsten Clubs Deutschlands: das passt zusammen! Wie allgemein bekannt und x-mal erwähnt: die Clubszene liegt seit Corona brach und die Clubs kämpfen… Weiterlesen

Wo Banane drauf ist, ist Kunst drin!

von britta kadolsky • am

Die Banane ziert Eingänge zur Kunst Alle, die sich für Kunst interessieren haben die knallgelbe Spray-Banane sicherlich schon mal an einer Häuserwand gesehen. Die Banane sieht aus wie aus einem Comic entsprungen. Die sehr einfache Form in Gelb mit den wenigen schwarzen… Weiterlesen

Intensives Blau – das Markenzeichen von Yves Klein

von britta kadolsky • am

“Blue has no dimension it is beyond dimensions.” Yves Klein Endlich war ich, nach der Corona-bedingten Schließung, mal wieder im Städel. Die Gegenwartskunst im unterirdischen Erweiterungsbau, den Gartenhallen, ist ganz neu gehängt worden. Ich stehe wieder vor dem faszinierenden Blau von… Weiterlesen

Ist das Kunst oder kann das weg?

von britta kadolsky • am

Die alte Diskussion… Von wem stammt eigentlich dieses Zitat? Es wird mittlerweile recht häufig benutzt, insbesondere um auszudrücken, dass man das jeweilige Kunstwerk nicht als ein solches anerkennen will. Ich möchte in diesem Artikel der Herkunft auf den Grund gehen und… Weiterlesen